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Gnadenbild in Heisterbacherrott, Foto: Thoma, Wikimedia Commons
Gnadenbild in Heisterbacherrott, Foto: Thoma, Wikimedia Commons

Heiliger Judas Thaddäus - Gebete


Gebet in einem dringenden Anliegen


Gedenke, heiliger Apostel Judas Thaddäus, welch große Ehre Gott dir erwiesen hat, dass er schon so vielen, welche vertrauensvoll zu dir ihre Zuflucht nahmen, auf deine Vermittlung und Fürbitte hin Hilfe und Erhörung gewährt hat. Mit großem Vertrauen komme ich nun zu dir, um in meinem so großen Anliegen ... von Gott durch deine Vermittlung Hilfe zu erhalten. Glorreicher Apostel des Herrn! Habe Erbarmen mit mir; denn die Hand des Herrn ruht schwer auf mir. Siehe an mein Elend und betrachte die Angst und die Not, in der ich mich befinde. Kannst du mich so niedergeschlagen und so traurig sehen, ohne mir von Gott Trost, Erleichterung meiner Lage und Hilfe zu erflehen? Wohl bin ich mir bewusst, dass ich deiner Hilfe nicht würdig bin, aber ich erinnere dich an die große Liebe, womit du dich für so viele ebenfalls Unwürdige, die in ähnlicher Lage sich befanden, verwendet hast. Ich erinnere dich, wie gütig und mitleidig du hier auf Erden gegen alle Notleidenden und Bedrängten warst. Wieviel größer wird jetzt deine Liebe und dein Erbarmen sein, da du die Glückseligkeit des Himmels genießest und auch so leicht helfen kannst, da du nur bei Gott deine Vermittlung einzulegen brauchst, der gerne alle deine Wünsche erhört. So erbarme dich meiner und erhöre mein Flehen in meiner gegenwärtigen Not und offenbare mir die Güte deines Herzens. Verschaffe mir Trost in meiner so äußerst bedrängten Lage, erflehe mir Stärkung und Ergebung in Gottes heiligen Willen, damit ich in Geduld ausharre und nicht durch Kleinmut und Überdruss die Verdienste verliere, welche ich durch Ergebung und Geduld erlangen kann. Amen.


Gebet eines Kranken


Erbarmungsvoller heiliger Judas Thaddäus, der du in der Kraft des heiligsten Namens Jesu mit deinen Händen so vielen Kranken die gewünschte Genesung des Leibes erteilt hast, komme mir in dieser meiner Schwachheit zu Hilfe. Strecke über mich aus deine wundertätige Hand, damit ich, meiner Krankheit entledigt, meinem Gott desto eifriger dienen kann. Ich verspreche dir, heiliger Judas Thaddäus, deine Güte niemals zu vergessen, dich als meinen Patron eifrig zu verehren und es andern zu offenbaren, welch ein mächtiger und wirksamer Helfer du in unsern Bedrängnissen bist. Amen.


Gebet um einen guten Tod


Ruhmvoller Apostel des Herrn, heiliger Judas Thaddäus, du vermagst so viel bei Gott. Darum empfehle ich dir mein ganzes Leben und besonders sein Ende. Ich brauche den Tod nicht zu fürchten, wenn du in jener Stunde mir getreulich beistehst und mich nicht verlässt. Lass nicht zu, dass ich ohne würdigen Empfang der heiligen Krankensalbung aus diesem Leben scheide. Beschütze mich gegen alle Angriffe des bösen Feindes und bewirke, dass ich mit Jesus in Liebe und Gnade vereinigt, in Gegenwart Mariens, der allerseligsten Jungfrau, in Frieden sterbe. Amen.
Vater unser... Gegrüßet seist du, Maria...


Gebet kinderloser Eheleute


Göttlicher Heiland Jesus Christus, der du die Verehrer deines Apostels und treuen Jüngers Judas Thaddäus stets reichlich belohnst und ihnen in den verschiedensten Anliegen Trost und Hilfe spendest, wie du dieses der heiligen Brigitta geoffenbart hast, wir bitten dich inständig, du wollest um der Tugenden und Verdienste deines treuen Dieners willen mit uns Mitleid haben und unsere Trauer in Freude verwandeln, indem du unsern Ehebund segnest und uns Kinder schenkst. Wir geloben dir, sie fromm und gottesfürchtig zu erziehen, damit du an ihnen dien Wohlgefallen haben kannst. Sollte aber unser Verlangen deinem Wunsche nicht entsprechen, so verleihe uns Geduld und Ergebung in deinen heiligen Willen und lasse uns recht fruchtbar sein an guten Werken. Möge unser Wille sich immer mehr dem deinigen unterordnen, das Band der Liebe und des Friedens uns stets umschlingen, damit wir im Leben und im Tod dir stets wohlgefällig seien. Amen.


Gebet, wenn man sich in großer Verlassenheit befindet


Heiliger Schutzpatron, heiliger Judas Thaddäus, hilf mir, rette mich! Furcht, Traurigkeit, Angst und Unglück haben mich umzingelt. Die Stürme der Leiden sind über meinem Haupte zusammengeschlagen und drohen, mich zu Boden zu werfen. Ich muss verzagen, wenn niemand mir helfen wird. Erwecke denn zu meiner Hilfe meinen Heiland, den Allerbarmer, mit dem Eifer, mit dem du ihn einstens auf dem stürmischen Meere in dem wankenden Schiffe aufgeweckt hast. Ach, erbarme dich meiner, komme mir zu Hilfe, rette mich, sonst gehe ich zugrunde. Auf dich habe ich mein ganzes Vertrauen gesetzt und wenn ich auch mitten im Schatten des Todes wandle, werde ich kein Übel fürchten, solange du mir zur Seite stehst. Hilf mir, weil ich auf dich vertraue; beschütze mich, weil ich zu dir flehe; rette mich, denn du bist meine Zuflucht im Leben und im Tode. Amen.


Anrufung des hl. Judas Thaddäus in großer Bedrängnis


Heiliger Apostel Judas Thaddäus, ich komme zu dir mit meinem Anliegen, weil ich weiß, dass du bereits so vielen Bittenden in schier aussichtslosen Problemen deine Hilfe geschenkt hast. Du stehst unserem Herrn und Erlöser besonders nahe durch die verwandtschaftlichen Bindungen, die dich unlösbar in seine nächste Umgebung führten. Große Sorgen und Anliegen sind es, die heute mein Herz zutiefst bewegen. Ich bringe sie zu dir, damit du sie zu den Deinigen machst, und sie unserem Herrn empfiehlst. (Nenne in Stille dein Anliegen.) Heiliger Apostel Judas Thaddäus, ich weiß, dass viele Menschen in Not deine Fürsprache erfahren durften. Höre auch mein Anliegen! Ich weiß nicht, ob das, was ich erbitte, im Willen des himmlischen Vaters liegt. Ich weiß nicht, ob es gut ist, dass dieser bittere Kelch von mir genommen wird. Mit Jesus in Getsemani will ich hinzufügen: „Aber nicht wie ich will, sondern wie du willst." Wenn Gott will, dass ich den bitteren Kelch dennoch trinke, dann schicke mir doch einen Engel des Trostes. Heiliger Apostel Judas Thaddäus, du bist unserem Herrn und Erlöser so nahe, schau auf meine Sorgen und Anliegen. Heiliger Apostel Judas Thad-däus, bitte für uns!

(Entnommen aus einem Gebetszettel der Wallfahrtskustodie St. Magdalena, Altötting)


Gebete von Heiligen zum heiligen Judas Thaddäus


Stoßgebet des hl. Bernhard zum hl. Judas Thaddäus
Komm mir zu Hilfe
Heiliger Apostel Judas Thaddäus, komm mir zu Hilfe. Erflehe mir von Gott Befreiung von meinen Versuchungen oder Kraft und Stärke, sie siegreich zu überwinden. Bewahre mir,
o Herr, den Glauben. Amen.

Gebet der hl. Crescentia von Kaufbeuren zum hl. Judas Thaddäus
In allen Trübsalen
Mit zerknirschtem und demütigem Herzen komme ich zu dir,
o Tröster der Betrübten, heiliger Apostel Judas Thaddäus, und bitte Dich auf meinen Knien, wie wenn ich dich hier vor meinen Augen gegenwärtig sähe, sieh an meine Leiden und die schwere Last des Kreuzes, unter der ich seufze. Zu dir nehme ich vertrauensvoll meine Zuflucht, da du ja das seltene Vorrecht besitzt, jenen mit augenscheinlicher Hilfe beizuspringen, die vom Unglück verfolgt werden und fast an jeder Hoffnung verzweifeln. Komm auch mir Armseligem jetzt in meiner Not (hier nenne das Anliegen) zu Hilfe, aus der ich mich aus eigener Kraft nicht mehr zu retten weiß. Gedenke, heiliger Judas Thaddäus, welch große Gnade dir Gott dadurch gezeigt hat, dass er dich zu einem sicheren Nothelfer in allen Anliegen gemacht hat und, um deinen Namen zu ehren, allerlei Notleidende und Bedrängte zu dir sendet. Lass auch mich deine allbekannte und oft erprobte Güte erfahren und zeige jetzt deine Macht. Ich versichere und verspreche dir, dass ich diese Gnade und Wohltat mein Leben lang nicht vergessen werde, dich als meinen besonderen Beschützer stets verehren und vor aller Welt kundtun will, dass du wirklich ein mächtiger, rascher und sicherer Helfer bist in allen Trübsalen und Bedrängnissen. Amen.

Gebet des hl. Clemens Maria Hofbauer zum hl. Judas Thaddäus
Durch seine mächtige Fürbitte
Allmächtiger, ewiger Gott, du hast den heiligen Apostel Judas Thaddäus mit der besonderen Gnade geziert, die bösen Gedanken zu vertreiben und in ganz und gar verzweifelter Lage zu helfen. Gib, dass ich diesen großen heiligen Apostel mit besonderer Andacht verehre und anrufe. Verleihe, dass mir in allen meinen Nöten des Leibes und der Seele, besonders in diesem Anliegen . . . Erhörung und Hilfe durch seine mächtige Fürbitte am Throne Gottes zuteil werde. Herr Jesus, wahrer Gott und Mensch, du hast aus besonderer Huld und Gnade den heiligen Judas Thaddäus unter deine vielgeliebten Apostel aufgenommen. Gib mir, ich bitte dich, durch seine Fürbitte die Gnade der Beharrlichkeit bis zum Tod, auf dass mein Name und die Namen aller mir Anbefohlenen im Buch des Lebens eingeschrieben seien. Liebe Mutter Gottes, um der Verdienste des heiligen Judas Thaddäus willen erbarme dich meiner Seele und jener, für die ich besonders beten will. Rette mich und sie. Amen.

Gebet der hl. Gertrud zum hl. Judas Thaddäus um eine gute Sterbestunde
Heiliger Judas Thaddäus, erbitte mir von Gott das Heil des Leibes und der Seele, die Gnade der Beharrlichkeit und den würdigen Empfang der heiligen Sterbesakramente. Amen.


Wertvolle Gebete um die Fürbitte des hl. Apostels Judas Thaddäus zu erlangen


Um Bewahrung vor Sünde
Herr Jesus, drücke tief in meine Seele ein Bild deines Angesichtes, das dein heiliger Apostel Judas Thaddäus geschaut hat, auf dass ich stets in lebendiger Erinnerung deiner heiligen Gegenwart wandle und vor jeder Sünde behütet werde. 0 Schutzpatron, steh du uns bei, dass Gott uns Sündern gnädig sei. Amen.

Um eine gute Sterbestunde
Liebreicher Apostel, Blutzeuge Jesu Christi, heiliger Judas Thaddäus, ich erinnere dich an die große Freude, die dein Herz empfunden, als Christus, dein geliebter Meister, dich und alle Apostel das herrliche Gebet, das „Vaterunser", gelehrt hat. Um dieser Freude willen bitte ich dich, du wollest mir die Gnade erbitten, dass ich mit großer Treue und Beharrlichkeit diesem göttlichen Lehrmeister bis zum Ende meines Lebens anhange. — Ihm aber, „der die Macht hat, uns vor jedem Fehltritt zu bewahren und uns untadelig und voll Freude vor seine Herrlichkeit treten zu lassen, der eine Gott, der uns durch unseren Herrn Jesus Christus rettet, er hat die Herrlichkeit, Hoheit, Macht und Gewalt vor aller Zeit und jetzt und für alle Zeiten" (vgl. Jud 24 f). Amen.

Gebet zum hl. Apostel Judas Thaddäus in St. Moritz zu Ingolstadt/Donau
Dich rühmt man in den schwersten Lagen als den, der stets noch Hilfe bringt,
wenn fast verzehrt von Schmerz und Plagen das Herz schon mit Verzweiflung ringt.
Wer schon an zahllos andren Türen umsonst geklopft, du lässt ihn ein.
Dein gütig Herz ist leicht zu rühren, willst gern ihm Trost und Hilf verleihn.
Wer dir vertraut aus ganzem Herzen in Wort und Lied dich fromm verehrt,
dem wird in Krankheit, Not und Schmerzen, die wunderbarste Hilf gewährt.
O du des Heilands Blutsverwandter, sein Freund und Jünger bis zum Tod,
eil doch als Freund, als wohlbekannter, auch mir zu Hilf in dieser Not.
Durch all die Wunder deines Lebens, durch dein für Gott vergossnes Blut,
gewähr mir, dass ich nie vergebens auf dich gehofft mit festem Mut.
Nun krön dein Werk der Lieb und Treue an mir durch Hilf im letzten Streit,
damit mein Herz sich einst erfreue bei Gott und Dir in Ewigkeit. Amen.

Wer je mit kindlichem Vertraun um deine Fürbitt sich bewirbt,
wird dieser Fürbitt Segen schaun, der Hoffnung Licht ihm nie erstirbt!
Wer dir vertraut aus ganzem Herzen, dem wird in Trübsal, Not und Schmerzen
Die wunderbarste Hilf gewährt! Amen.


1. Litanei zum hl. Judas Thaddäus


(Zum Privatgebrauch)
(ebenfalls entnommen aus „Novene zum heiligen Judas Thaddäus — Thaddäus-Heim, Düdingen, Schweiz, Hrsg.: Oblaten des hl. Franz von Sales — Düdingen)
Herr, erbarme dich unser!
Christus, erbarme dich unser!
Herr, erbarme dich unser!
Christus, höre uns!
Christus, erhöre uns!
Gott Vater vom Himmel, erbarme dich unser!
Gott Sohn, Erlöser der Welt, erbarme dich unser!
Heiligste Dreifaltigkeit, ein Gott, erbarme dich unser!
Heilige Maria, bitt für uns!
Heiliger Petrus,
Heiliger Paulus,
Heiliger Judas Thaddäus,
Du treuer Weggefährte unseres Herrn,
Du aufmerksamer Hörer der göttlichen Offenbarung,
Erschütterter Augenzeuge der heiligen Passion,
Beglückter Wiederfinder des Auferstandenen, bitt für uns!
Entflammter Empfänger des Pfingstgeistes,
Frommer Spender der heiligen Sakramente,
Geduldiger Lehrer deiner Landsleute,
Mutiger Bekehrer der Heiden,
Segensreicher Apostel des Ostens,
Selbstloser Mitbruder Simons,
Frisch gebliebenes Salz der Erde,
Lebendiger Rebzweig am göttlichen Weinstock,
Hoffender Sämann des Wortes Gottes,
Demütiger Knecht des guten Hirten,
Furchtloses Lamm unter den Wölfen,
Froher Fackelträger des himmlischen Bräutigams,
Erfolgreicher Fischer im Weltmeer der Seelen,
Milder Spender des Seelenfriedens,
Großer Helfer in schweren Anliegen,
Besorgter Beistand der Trostlosen,
Sanfter Tröster der Vertrauenden,
Judas Thaddäus, arm im Geiste — deiner ist das Himmelreich.
- sanftmütig im Herrn — deiner ist das Himmelreich.
- trauernd im Herrn — du bist getröstet worden.
- hungernd und dürstend nach Gerechtigkeit — du bist gesättigt worden.
- zum Erbarmen geneigt — du hast Erbarmen gefunden.
- reinen Herzens — du darfst Gott anschauen.
- friedfertig um Gottes willen — du heißest Kind Gottes. Verfolgt um der Gerechtigkeit willen — deiner ist das Himmelreich.
Heiliger Judas Thaddäus, schweigender Dulder und Kreuzträger, bitt für uns!
- sterbensmutiger Glaubenszeuge,
seliger Zwölfbote, thronend im himmlischen Jerusalem,
Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt, ver
schone uns, o Herr!
Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt, erhö
re uns, o Herr!
Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt, erbar
me dich unser, o Herr!
Christus, höre uns!
Christus, erhöre uns!
Herr, erbarme dich unser!
Bitt für uns, o hl. Judas Thaddäus!
Auf dass wir würdig werden der Verheißungen Christi.

Lasset uns beten:
Allmächtiger, barmherziger Gott, wir flehen deine Majestät und deine väterliche Huld in Demut an, dass du um der Verdienste deines Apostels und Blutzeugen Thaddäus willen die Fülle deines Segens und deiner Erbarmung, deiner Kraft und deines Trostes über uns ausgießen wollest, durch Christus, unsern Herrn. Amen.
0 Gott, du hast uns durch deine Apostel Simon und Judas zur Erkenntnis deines Namens gelangen lassen: gib, dass wir ihre nie endende Glorie durch Fortschritte im Guten feiern und durch diese Feier wieder neue Fortschritte machen. Durch unsern Herrn. Amen.
(Kirchengebet vom 28. Oktober)


2. Litanei zum hl. Judas Thaddäus


(Zum Privatgebrauch)
(entnommen aus dem „Andachtsbüchlein zum hl. Judas Thaddäus, zusammengestellt von P. Fulgentius Maria Krebs, München, 1931)
Herr, erbarme dich unser!
Christus, erbarme dich unser!
Herr, erbarme dich unser!
Christus, höre uns!
Christus, erhöre uns!
Gott Vater vom Himmel. — Erbarme dich unser!
Gott Sohn, Erlöser der Welt,
Gott Heiliger Geist,
Heilige Dreifaltigkeit, ein einiger Gott,
Heilige Maria, - Bitte für uns!
Heilige Gottesgebärerin,
Heilige Jungfrau aller Jungfrauen,
Heiliger Apostel Judas Thaddäus,
Du Sohn heiliger Eltern,
Du Verwandter Jesu und Mariä,
Du großer Apostel des Herrn,
Du eifriger Apostel,
Du geduldiger Apostel,
Du demütiger Apostel,
Du wundertätiger Apostel,
Du von Liebe glühender Apostel,
Bitte für uns!
Du standhafter Apostel,
Du Zeuge der Wunder Jesu,
Du Zeuge der Auferstehung,
Du Zeuge der Himmelfahrt,
Du Wohnung des Heiligen Geistes,
Du Eiferer für das heilige Evangelium,
Du Säule der Kirche,
Du Liebhaber der Armut,
Du Liebhaber der Kreuzes,
Du Blutzeuge Jesu Christi,
Du Stern der Heiligkeit,
Du Tröster der Betrübten,
Du Helfer der Notleidenden,
Du Ratgeber der Verzweifelten,
Du Zuflucht der armen Sünder,
Du Retter aus allen Gefahren,
Du mächtiger Schutzpatron in schweren Anliegen,
Sei uns gnädig! — Verschone uns, o Herr!
Sei uns gnädig! — Erhöre uns , o Herr!
Von allem Übel. — Erlöse uns, o Herr!
Von aller Sünde,
Von den Nachstellungen des bösen Feindes,
Von Pest, Hunger und Krieg,
Erlöse uns, o Herr!
Von Krankheiten und Heimsuchungen,
Von schwerem Unglück und Schäden,
Von Blitz und Ungewitter,
Von allen Gelegenheiten und Gefahren der Sünde,
Von dem ewigen Tode,
Am Tage des Gerichtes,
Wir Sünder, - Wir bitten dich, erhöre uns!
Dass du uns die Gnade einer wahren Buße verleihen wollest
Dass du durch die Fürsprache dieses heiligen Apostels die
verdienten Strafen von uns abwenden wollest,
Dass du alle, die zu ihm flehen, erhören wollest,
Dass wir alle nach seinem Beispiele die Eitelkeit und Gefah
ren dieser Welt überwinden mögen,
Dass du uns vor Verzagtheit und Verzweiflung bewahren wollest Dass du uns ein großes Vertrauen auf deine Güte und Barmherzigkeit schenken wollest,
Dass du uns ein stetes Verlangen nach den ewigen Freuden erhalten wollest,
Dass du uns eine glückselige Sterbestunde erlangen wollest, Wir bitten Dich, erhöre uns!
Du Sohn Gottes,
O du Lamm Gottes, welches du hinwegnimmst die Sünden der Welt, — Verschone uns, o Herr!
O du Lamm Gottes, welches du hinwegnimmst die Sünden der Welt, - Erhöre uns, o Herr!
O du Lamm Gottes, welches du hinwegnimmst die Sünden der Welt, - Erbarme dich unser, o Herr!
Christus, höre uns!
Christus, erhöre uns!
Herr, erbarme dich unser!
Vater unser... Gegrüßet seist du, Maria...
V. Bitt' für uns, o heiliger Apostel Judas Thaddäus!
R. Auf dass wir würdig werden der Verheißungen Christi! Lasset uns beten. 0 Gott, der du uns verliehen, durch deinen Apostel Judas Thaddäus zur Erkenntnis deines heiligen Namens zu kommen, gib uns, dass wir dessen ewige Glorie stets inniger feiern und durch diese Feier an Frömmigkeit zunehmen. Durch Christum, unsern Herrn. Amen.


3. Novene zum hl. Judas Thaddäus


(entnommen aus „Novene zum heiligen Judas Thaddäus Thaddäus-Heim, Düdingen, Schweiz, Hrsg.: Oblaten des hl. Franz von Sales — Düdingen)

Die Heiligen schlafen nicht. Sie stehen vor dem Lamme und preisen es.

Soweit Gott es ihnen gibt, nehmen sie auch an den Schicksalen der streitenden Kirche teil und vernehmen unsere Hilferufe.

Es ist fromme Übung geworden, in besonderen Anliegen den heiligen Apostel Judas Thaddäus durch eine neuntägige Andacht zu verehren. Frommer Glaube bestätigt, dass seine Fürbitte mächtig sei. Seit Urzeiten genoss der Heilige im Morgen- und Abendland große Verehrung. Als Werkzeug seiner Marter gilt die Keule.

Die vorliegende Form der Novene baut sich um Gedanken auf, die der Heilige in seinem apostolischen Briefe ausspricht. Verwandte Gedankengänge aus andern Apostelschriften dienen dazu, die Gebete aufzufüllen und abzurunden.

Erster Tag: In Not


„De Profundis — Aus der Tiefe rufe ich zu dir, o Herr. Herr erhöre meine Stimme!" Dieses Wort, das vor drei Jahrtausenden König David in Qual und Reue geprägt hat, ist auch der Ausdruck meines Leidens, meines Verlangens. Schwere Sorge lastet auf mir. Auswege, die sich angekündigt hatten, haben sich verschlossen; Hilfereichungen von Freunden waren unwirksam oder fehlten. Selber meine Lage zu ändern, dazu gebricht mir die Kraft. Eines ist geblieben und wird ewig bleiben: das Erbarmen des allmächtigen Gottes. Wie ein heller Stern über dem Dunkel der Nacht, wie eine ruhende Taube über dem Wogenbranden des Meeres, so steht hoch über dem Wirrsal menschlicher Sorgen und drohender Verzweiflung die Erbarmung Gottes. Gott, du siehst alles, Gott, du weißt alles! Du weißt auch, was ich nötig habe.
Erhörung auf die Art und Weise, die mir Armen gerade vorschwebt, darf ich nicht verlangen. Doch eine große Milde und Liebe, o Gott, darf ich über mich herabrufen.
Tiefster Grund aller Menschennot ist die Schuld. Auch wenn ich so glücklich wäre, in meinem Anliegen kein Mitverschulden meinerseits zu entdecken, so bleibt doch die erste Ursache, weshalb der Fluch die Erde traf: die Schuld. Lege darum jeder Mensch und unser ganzes Geschlecht das Bekenntnis ab: Mea culpa, mea culpa, meine so große Schuld!
Im Gefolge des Heilandes ist der Apostel Judas Thaddäus mitten durch das angesammelte menschliche Elend geschritten. Zu beiden Seiten am Wege reckten sich Arme auf, erhoben sich Hilferufe. Da lagen die Blinden und Lahmen; da flehten die Aussätzigen und Unheilbaren. Du heiliger Apostel durftest Zeuge sein der Macht und Menschenfreundlichkeit des Gottessohnes. Du durftest in die leuchtenden Augen der Geheilten blicken. Ihren Eifer vernehmen, nie mehr die Fußstapfen ihres Wohltäters verlassen zu wollen. Mit Staunen durftet ihr Apostel sodann die Macht erkennen, die euch gegeben ward, im Namen Jesu den Menschen zu helfen. Lege heiliger Thaddäus, ein mächtiges Fürbittewort auch für mich Armen ein. Rühre wie einst an das Erbarmen des Weltheilandes! Ist es Gottes Wille, mir die Sorge zu erleichtern oder abzunehmen, erwächst mir ewige Dankespflicht. Soll ich sie weiter tragen, auch dann sei Gottes heiliger Wille gelobt. In der Kraft dessen, der mich stärken wird, vermag ich alles. Amen.

Am Schluss jeder Betrachtung bete man: Vater unser ... Gegrüßet seist du Maria ... Heiliger Judas Thaddäus, du mächtiger Fürsprecher am Throne Gottes, bitte für mich.

Zweiter Tag: Dienen


„Knecht Jesu Christi". Mit diesem Ehrentitel stellt sich der Apostel Judas Thaddäus den Lesern seines Briefes vor. Mit tiefem Dank gedenkt er immer noch der Stunde, da er zu diesem heiligen Dienst berufen ward. Auf dem Berg der Seligkeiten hat der göttliche Meister die Zwölfe ausgelesen und dem Volke vorgeführt. Ihnen galten seine eingehendsten Unterweisungen; sie stattete er mit Vollmachten aus, ihnen übergab er sein Reich. Noch bedurften allzu menschliche Erwartungen der Klärung, hatten doch mitsamt dem Volk auch die Jünger die Aufrichtung des irdischen Davidsthrones erhofft. Im Leiden hat Jesus seine Größe am schönsten offenbart. Da ist der Herr zum Diener aller geworden: Den Jüngern wusch der Meister die Füße; den weinenden Frauen sprach der Kreuzträger Trost zu; der Gekreuzigte betete für seine Peiniger und in die Gottverlassenheit gesunken tat er dem Schächer die Paradiespforte auf. Und das ist der, welcher wesensgleich mit dem Vater ist, Gott von Gott, Licht vom Licht, wahrer Gott vom wahren Gott. Er ist unter die Menschen wohnen gekommen, gehorsam geworden bis in den Tod des Kreuzes.
Dies Bild des gehorsamen Gottessohnes kann der Apostel nicht mehr vergessen. Es ergreift ihn mehr als selbst die Wundertaten. Am größten ist der Herr in seiner Demut, in seinem Dienst, in seinem Gehorsam. So lernten denn auch die Jünger den Gehorsam, den Dienst gegenüber den andern. Sie sollen nicht eine Herrschaft ausüben um der Ehre und der Macht willen; sie sollen nicht sich selber weiden; des guten Hirten Ebenbilder sollen sie werden, Diener der Diener Jesu wollen sie sein.
Gott dienen ist auch meine Aufgabe. Bin ich treu und ausdauernd genug? Soll es nicht, wenn ich heute meinem Schutzherrn Judas Thaddäus meine Anliegen anempfehle, meine ebenso große Sorge sein, gehorsam zu werden? Dein Wille geschehe, o Gott. Deinen Willen möchte ich erkennen, erfassen, erfüllen. Indem ich deinen Willen vollbringe, wirke ich mein Heil. Mein Heil ist dein Wille. Dein Wille geschehe! Amen.

Dritter Tag: Der Vater


„Preis dir, Vater, Herr des Himmels und der Erde! Nicht Rang und Stand der Menschen siehst du an. Du offenbarst dich dem Gemüt der Schlichten. Denn du bist gütig, Vater."
Als die Apostel den Heiland so reden hörten, ging in ihrer Seele still, verheißungsvoll ein Tor auf, das bis jetzt verschlossen gewesen: Der Blick auf Gott den Vater.
„Mir dem Sohne hat der Vater alles übergeben.
Mich, den Sohn, erkennt allein der Vater. Ihn, den Vater kennt allein der Sohn. Vom Vater rede ich zu denen, die ich liebe." Welch eine Schau tut sich da auf! Der Vater hat alles erschaffen; mit ihm in ihm erschafft auch der Sohn. Jedes Wort, das aus dem Mund des Sohnes kommt, ist gesprochen auch vom Vater und jedes Werk, das der Sohn tut, ist auch ein Werk des Vaters. Tote erweckt der Vater zum Leben, auch dem Sohne gab er die Macht dazu. Das Gericht überträgt der Vater dem Sohn darum, weil er Mensch geworden und unter guten und bösen Menschen das Leben verbrachte, unter ihnen und aus ihnen seine Kirche baut. Über alles Menschenahnen geht die Einheit des Vaters mit dem Sohne. Aber auch die Güte dieses Vaters zu uns Menschen zeichnet uns der Heiland. Wer kleidet und nährt die Blumen des Feldes, die Vögel des Himmels? Ihr aber geltet dem Vater mehr!
Wahrhaftig, es lebt ein Vater im Himmel! Er hat uns ins Leben gerufen; er hat uns den Platz bereitet, den Weg vorgesehen. Licht und Dunkel, Mangel und Genüge hat er zum voraus miteingerechnet. Selbst wenn alles uns verließe, dürfen wir, wie Jesu am Kreuz, vertrauend unsere Seele in seine Hände empfehlen.
„In Gott dem Vater seid ihr geliebt", so drückt sich unser heiliger Thaddäus aus. Er macht uns auf die Liebe aufmerksam, die einem Strome gleich vom Vaterherzen Gottes ausgeht, um uns heimzutragen zur ewigen Heimat. Vater, der du im Himmel bist, ich will dein Kind sein, das geläuterte und treue Kind deiner großen Liebe. Vater, in deine Hand empfehle ich mich. Amen.

Vierter Tag: Berufung


Was alle Apostel nicht genug betonen, worüber sie sich nicht genug freuen können, das ist ihre Berufung. Berufen sein zum Gnadenleben im Reiche Gottes, welch unschätzbares Gut! „An die Berufenen", schreibt Thaddäus seinen Brief. Die Christengemeinde der Johannes schreibt, heißt eine „auserwählte Herrin". „Ihr habt die Salbung und seid wissend". Bewahre, was du hast, auf dass dir niemand die Krone raube". Paulus hebt die Gnade der Berufung wiederholt hervor, im zweiten Brief an die Gemeinde zu Thessalonich so: „wir beten immerdar für euch, Gott möge euch eurer Berufung würdig erachten... Wir unserseits sind euretwegen Gott zu stetem Dank verpflichtet. Denn Gott hat euch von Anfang an zum Heil erwählt. Er hat euch durch unser Evangelium dazu berufen, an der Herrlichkeit unseres Herrn Jesus Christus teilzunehmen. So stehet denn fest ..." Der erste Papst richtet seinen Brief „an die, welche den gleichen kostbaren Glauben wie wir erhalten haben". In seinem andern Schreiben tröstet er: „Der Gott aller Gnade, der euch durch Christus zu seiner ewigen Herrlichkeit berufen hat, wird euch, die ihr kurze Zeit zu leiden habt, zurüsten, stärken, kräftigen und befestigen... Es grüßt euch die auserwählte Gemeinde in Babylon" .
Dieser Glaubensstolz der ersten Christen ist in späterer Zeit etwas verblasst. Die Taufgnade, die Berufung, nahm man als etwas Selbstverständliches und Gewöhnliches entgegen. Brüder, es ist Zeit, von diesem Schlafe aufzustehen! Nichts gehe uns über die Teilnahme am großen unbefleckten und unverwelklichen Erbe des Gottessohnes. „Kämpfet für den Glauben!", mahnt uns Judas Thaddäus, so werden wir die Berufung auch für andere retten können. Ertragen wir die Prüfungen der Zeit im Licht dieser Berufung! Ins Licht dieser Beru-fung rücken wir auch das Anliegen, das uns zur Novene drängte. Nichts soll uns scheiden von der Liebe Christi, weder Leben noch Tod. Möge im Gegenteil die Prüfung mich stärken. Alles gereicht denen zum besten, die Gott lieben. Amen.

Fünter Tag: Bewahrung


Vor den Augen der ersten Christen vollzog sich ein furchtbares Trauerspiel: Der Untergang von Jerusalem im Jahre 71. Während die Christen in Rom und im übrigen Ausland von ferne zusahen, erlebten es die aus dem Judentum Bekehrten wie am eigenen Leibe. Die Worte des Heilandes, dass die Stadt untergehen werde, welche die Zeit ihrer Heimsuchung nicht erkannt, blieben ihnen ins Herz gegraben. Auf die Zeichen achtend, die Jesus genannt, floh, wer in der Stadt wohnte, rechtzeitig fort, wer in Judaea lebte, ging über die Grenze. Zeitlebens dachten die Geretteten an dieses Gottesgericht. Gerettet, bewahrt! Lobsang es in ihren Herzen. An die Bewahrung aber knüpfen die Apostel die ernste Mahnung: Werdet nicht allzu sicher, Gott kann von neuem prüfen! Thaddäus sagt seinen Christen: „Aus Ägypten hat Gott wohl das ganze Volk gerettet, allein da sie die späteren Prüfungen sicht bestanden, ereilte sie die Strafe in der Wüste". Weiter erinnert er an die Strafgerichte von Sodom und Gomorrha. Petrus fügt hinzu die Versuchung Noas. In beiden Fällen mussten die Bewahrten ihre Tugend auch später wieder erweisen.
Wievielmal hat vielleicht auch nach unserem Haupte ein Blitz gezüngelt! Waren wir besser als andere, oder waren wir gut aus eigener Kraft? Verschont und bewahrt durch Gottes Langmut und Güte! Gefällt es dann dem Allerhöchsten, unsere Tage im Frieden zu verlängern, dann sei jedes Stundenwerk wieder ein Loblied auf den gütigen Bewahrer. „Vater", so hat auch Jesus um Bewahrung gebetet, „wenn du willst. so gehe dieser Kelch an mir vorüber, ohne dass ich ihn trinke, doch nicht mein, sondern dein Wille geschehe!" Amen.

Sechster Tag: Im Heiligen Geiste


Zum Geheimnisvollsten, was die Apostel aus dem Mundes des Herrn vernahmen, gehört das Wort vom Heiligen Geist. Die Verheißung ist an Pfingsten erfüllt worden in der Herabkunft des Heiligen Geistes selbst. In ihr Innerstes hat der Heilige Geist gezündet, Schwerstes hat er ihnen leicht gemacht, Schwäche hat er in Mut verwandelt, Sorge in Freude. Auch Thaddäus war dabei, er hat die Rede des Apostelfürsten gehört, er hat in Sprachen geredet, so dass er auch von allen Fremden verstanden wurde und hat die Taufe gespendet. „Betet im Heiligen Geiste!", mahnt uns der Apostel. Der Heilige Geist ist der nimmermüde Wächter unseres übernatürlichen Lebens, unser Anführer im Geisteskampfe, der Gärtner unseres Tugendwachstums. Betet im Heiligen Geiste! Außerhalb des Heiligen Geistes kann gar nicht gebetet werden, denn er betet in uns in unausgesprochenen Seufzern.
Dem Heiligen Geist völlig zuwider sind Spott und Lästerung gegen die Kirche. Eindringlich warnt Thaddäus vor solchen Schmähern. Irrlehrer sind sie, „Irrsterne, Meereswogen, die ihren eigenen Abschaum wälzen, wasserlose Wolken, Bäume ohne Frucht und Wurzel". Den echten Christen ruft er zu: „Baut euch auf unserem heiligen Glauben auf!" Im Heiligen Geist führt ein jeder wie ein geduldiger Baumeister, sein gutes, schönes, geistliches Haus auf, das in Ewigkeit bestehen mag. Nichts sei gering geachtet, was auch in andern Erbauung schaffen kann.
Wenn sogar der Erzengel Michael, als er mit dem Teufel um Moses' Leichnam stritt, ihm nicht zu fluchen wagte — er sagte bloß: „Dir möge Gott gebieten" — so dürfen auch wir nie fluchen, nie jemandem Böses wünschen und nie die Hoffnung aufgeben, wo es ums ewige Heil geht. Als Balaam bestellt wurde, dem Volke Gottes zu fluchen, da sprach er, entgegen der Hoffnung seines Auftraggebers, einen Segen. So sollen wir, wo die menschliche Gebrechlichkeit uns hart und gleichgültig machen will, den Eifer des Heiligen Geistes ins Herz einziehen lassen. Heiliger Geist, du Vater der Armen, du Licht der Herzen, du Tröster und Freund, stehe mir bei in meiner Bedrängnis. Erleuchte mich, lenke meine Worte und Handlungen. Amen.

Siebenter Tag: Durch Christus unseren Herrn


„Dem alleinigen Gott sei Ehre durch Jesus Christus, unsern Herrn", so schließt Thaddäus seinen Brief. Das ist das Leitmotiv geworden für den Schluss jeder unserer Messorationen: per Dominum nostrum: wir bitten darum durch unsern Herrn Jesus Christus, der mit dem Vater und dem Heiligen Geiste lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit. Dieser Grundgedanke beherrscht das Kreuzesopfer und das ganze Messopfer: Durch den sündelosen Gottmenschen ist dem gerechten Gott für das sündige Geschlecht Sühne geleistet worden. Niemand von uns kann sich außerhalb dieses Sühneopfers stellen und für sich selber genügend zahlen wollen. Verblendung und Vermessenheit wäre es! Christus ist unser Erlöser, in seinem Kreuz allein ist uns Heil geworden.
Machtvoll stellt der Apostel Paulus im Hebräerbrief den Hohepriester Jesus der Welt vor Augen: Wir haben einen Hohenpriester, der in allem ebenso geprüft worden ist wie wir, die Sünde ausgenommen. Nun hat er nicht etwa das Zelt des alten Bundes, sondern die Himmel durchschritten. Mit seinem eigenen Blute, nicht mit dem Blut von Opfertieren, ging er ein für allemal ins Allerheiligste ein. Im wahren Zelt, das nicht Menschen, sondern Gott gebaut hat, das nicht von dieser Welt ist, verrichtet er den Dienst. Immerdar lebt er, um vor Gott Fürsprache für uns einzulegen. So ist er: heilig, schuldlos, rein, nicht aus der Reihe der Sünder, sondern über die Engel erhaben, und ewig gültig ist die Erlösung, die er bewirkt.
Wenn heute wieder die Sünde überhand nimmt, so flüchten wir zum Altar, wo dieses Hohenpriesters Dienst weitergeht. Aus den Händen der Apostel von einst haben die heutigen Hohenpriester, der Papst und die Bischöfe, den Opferkelch übernommen und sie reichen ihn weiter ihren Nachfolgern und den geweihten Dienern. So findet auch unsere Zeit und unsere Unruhe Friede beim ewigen Erbarmer. Mit dem Lamme, das getötet ward und lebt, wollen wir unsere Stimme erheben zu Lob und Dank, Bitte und Sühne. Lamm Gottes, das du hinwegnimmst die Sünden der Welt, erbarme dich unser. Du nimmst hinweg die Sünden der Welt: nimmt mein Gebet auf. Amen.

Achter Tag: Die Liebe


Die Apostel durften an der Wiege der Liebe stehen. Nicht an ihrer Wiege in der Ewigkeit: in Gott lebte immer die Liebe, Gott ist die Liebe seit Ewigkeit. Aber in der Zeit ist die Liebe zu den Menschen gekommen und hat sich ihnen zu erkennen gegeben. Ach, sie erkannten sie zuerst gar nicht! Als unser Herr einst müde war und Mütter ihre Kinder zu ihm bringen wollten, wehrten ihnen die Jünger. Das aber verwies ihnen Jesus: „Lasst die Kleinen zu mir kommen; denn für solche ist das Himmelreich." Vergessen hatte er seine Müdigkeit. — Und da er in der Wüste das Volk hungrig entlassen sollte, empfand er Mitleid mit ihnen: Für sich selber hatte er, da Hunger und Teufel ihn versuchten, kein Brot; ihnen aber schenkte er, so dass alle satt wurden und noch Körbe voll davon übrig blieben. Und einmal kehrt ein junger Mensch aus der Fremde heim, hilflos, ausgelumpt an Leib und Seele. Sein Bruder steht da und spuckt aus und ballt die Hand zum Schlage. Erkennt die Liebe nicht. Dann aber tritt der alte Vater hinzu und schließt den verlorenen Sohn in die Arme. So gab der Heiland die Liebe zu erkennen. Jeden Tag wohl hatte er eine neue Überraschung bereit, und es war doch ein weiter Weg von der Bergpredigt bis zum hohepriesterlichen Gebet, aber die Entdeckungen der Liebe machten ihn unendlich schön. Zum Schluss bestieg der gute Hirte selbst das Kreuz und gab sein Leben für seine Freunde.
„Bewahrt euch in der Liebe Gottes", mahnt uns der Apostel Thaddäus. „Weiset auch zurecht jene, die noch schwanken, andere entreißet dem Feuer und rettet sie; aber gebt acht, dass ihr nicht selber angesteckt werdet." Wie reich würde unser Lebensbuch, wenn unser Engel täglich, stündlich, Werke der Liebe hineinzuschreiben hätte. Liebe heischt der Familienkreis, Liebe heischt die Gemeinde, um Liebe klopft so mancher Bettler an und um Liebe wirbt der große, unendlich gute und schöne Gott.
Lasst euch die Liebe nicht rauben! Den heiligen Thaddäus haben die Verfolger mit Keulen totgeschlagen, aber die Liebe ließ er sich nicht entreißen. Wie Stefanus betete auch er: Herr, lass sie nicht in der Sünde verhärten! So sollen mir meine Kümmernisse eines nicht rauben: die Liebe. Amen.

Neunter Tag: Der Sieg


Die Reihe der heiligen Bücher schließt die Geheime Offenbarung: Sie ist die Siegeskantate der Heiligen Schrift. Der Apostel Johannes darf in den geöffneten Himmel blicken und den siegreichen Welterlöser und seine Getreuen sehen.
„Gesiegt hat der Löwe aus dem Stamme Juda, der Spross Davids", verkündet ein Herold und der ganze Himmel huldigt dem Lamm, das sich töten ließ und ewig lebt. Den Fürst des Todes hat Jesus entthront und jene erlöst, die in Todesfurcht unter seiner Herrschaft seufzten. Unvergänglich darf die Freude sein, die diesen Sieg krönt. Mit dem Heiland freuen sich auch die Getreuen. Johannes sieht sie schreiten: ihre Kleider haben sie gewaschen im Blute des Lammes, Palmen tragen sie und Lieder singend folgen sie dem Lamme, wohin es immer geht. Aus allen Stämmen und Völkern sind sie genommen, wer zählt ihre Schar? Jede Träne, die sie geweint hat, hat Gott von ihren Augen getrocknet. Das Lamm weidet sie und führt sie zu den Wasserquellen des Lebens.
Der Seher Johannes hat auch eine Botschaft an die Lebenden. An sieben Bischöfe auf Erden muss er schreiben, um sie zum christlichen Kampf zu stählen. Einem jeden sagte er zur Aufmunterung ein Wort vom Siegen, Gottes Verheißungen an die Siegreichen: „Dem Sieger will ich zu essen geben vom Lebensbaum." — „Dem Sieger soll der zweite Tod nichts anhaben können." — „Dem Sieger will ich von dem verborgenen Manna geben." — „Dem Sieger werde ich Macht geben über die Heidenvölker." — „Der Sieger wird mit weißen Gewändern angetan, nimmer lösch' ich seinen Namen aus dem Buch des Lebens." — „Den Sieger will ich zu einer Säule machen im Tempel Gottes." — „Den Sieger lasse ich neben mir auf dem Thron Platz nehmen, wie auch ich gesiegt und mich zu meinem Vater auf den Thron gesetzt habe." Auch unser Apostel Judas Thaddäus, der verborgene Mensch und Blutzeuge, fühlt sich gehoben von Siegesfreude. Er schreibt: „Gott ist mächtig, euch ohne Makel und voll Frohlocken vor seine Herrlichkeit zu stellen." Gott ist mächtig und gütig, auch mir seine Gnade zu leihen. Doch darf ich das Beten um diese Gnade nicht unterlassen, um die Gnade der Beharrlichkeit, der Treue, um die Endesgnade „in der Stunde des Absterbens". Wenn Völker, um irdische Siegespreise einzuheimsen, ungemessene Opfer an Gut und Blut bringen, soll dann der Christ einer unvergänglichen und himmlischen Krone zulieb nicht ebenfalls Opfer bringen können? Guter Gott, steh mir bei, heute und jeden Tag, dass meine Laufbahn mit dem Siege ende. In der heutigen Drangsal steh mir bei, verlass mich nicht, mit Jesus dem Sieger will ich den Sieg erstreiten. Amen.

Schlussgebet


Zum Patriarch Jakob hat der Engel gesagt: „Von nun an heißest du Israel; denn du hast mit Gott und den Menschen gerungen und bist ewig Sieger geblieben."
Neun Tage lang habe auch ich in Gebet und Einkehr mit Gott und mir gerungen. Sieger bleibe ich dann, wenn mein Wille dem Willen Gottes gleichförmig wird. In jeder Stunde sprechen: „Herr, dein Wille geschehe!" heißt immer wieder ringen und immer wieder siegen. Durch unsere Not hat aber auch Gott sich besiegen lassen, lange schon ehe ich lebte. Denn Gott ist die Liebe und die Erlösung. Er ist der Vater und der Heiland und der Heilige Geist. Maria, du Mutter Christi, Königin der Apostel, Hilfe der Christen, bitt für mich! Heiliger Judas Thaddäus, bitte für mich.

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