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Seliger Petro Verhun - Kurzbiographie


Der selige Petro Verhun wurde am 18. November 1890 in der kleinen Stadt Horodok geboren.

Er studierte Theologie in Prag und erwarb ein Doktorat in Philosophie. Am 30. Oktober 1927 erhielt er in der Kathedrale des heiligen Georg in Lemberg die Priesterweihe von Metropolit Andreas Scheptytzkyj. Der Metropolit übertrug ihm die Seelsorge für die katholischen Ukrainer des byzantinischen Ritus in Deutschland mit Sitz in Berlin. Am 8. November 1927 kam der selige Petro nach Berlin und übte sein Amt mit größter Genauigkeit aus. Im Jahre 1937 ernannte ihn Papst Pius XI. aufgrund seiner Verdienste zum Prälaten. Er war besonders gehorsam und übte seine Seelsorge in Übereinstimmung mit Metropolit Scheptytzkyj aus. An ihn sandte er auch immer genaue Berichte.

Am 23. November 1940 wurde der selige Petro Verhun zum Apostolischen Visitator mit den Rechten eines Apostolischen Administrators in Deutschland ernannt. Er gründete Pfarreien, wo es möglich war und organisierte das Leben der Gläubigen. Aus eigenen Mitteln unterhielt er ukrainische Schulen, wie zum Beispiel in Hamburg und Bremen. Er unterhielt Kontakte mit kirchlichen Würdenträgern, Klöstern und Seminarien. Vom katholischen Klerus in Deutschland wurde ihm eine große Wertschätzung entgegengebracht. Am 7. Juli 1943 anläßlich einer Versammlung der Kleriker wandte er sich mit der Bitte an den Metropoliten Andreas Scheptytzkyj den Papst zu ersuchen auf dem Territorium des damaligen deutschen Reiches eine Eparchie für die katholischen Ukrainer mit einem Bischof zu errichten.

Am Fest "Maria Schutz" im Jahre 1943 weihte er alle Pfarreien und Missionsstationen in einem besonderen Weiheakt der Gottesmutter. Der selige Petro Verhun war ein großer Verehrer der Gottesmutter Maria. Dies geht hervor aus seinem pastoralen Schreiben vom 11. Oktober 1943.

Portrait-Foto des seligen Petro Verhun
Portrait-Foto des seligen Petro Verhun
Darin schreibt er:   „Bittet immer um Hilfe und die Gottesmutter wird euch immer vor allem Bösen beschützen. Dann werden unsere täglichen Sorgen nicht zu groß sein, um sie bewältigen zu können; dann werden uns Sirenen nicht erschrecken, weder der schreckliche Lärm der Bombardierungen, noch die Artillerie und Maschinengewehrfeuer. Dann wird der Tod nicht ein Gegenstand zum Fürchten sein. Denn die Gottesmutter und der Erlöser selbst werden bei uns sein.... Lasst uns gläubige und gute Kinder von Maria sein und die himmlische Mutter, die Beschützerin, wird uns alle mit ihrem ,himmlischen Mantel' bedecken und uns beschützen vor allem Bösen und Sorgen. Sie wird uns mit dem Segen Gottes durch dieses Tränental führen und uns, wenn diese irdische Pilgerfahrt endet zu den Höhen des Himmels bringen, zur himmlischen Stadt, zum ewigen Licht, zur ewigen Freude".

Als Apostolischer Administrator wurde der selige Petro Verhun seinen Priestern gegenüber als ein Freund und ein guter Vater angesehen. Alle anfallenden problematischen Fragen wurden von ihm auf positive und gerechte Weise gelöst, im Geist der Nächstenliebe und der Toleranz seinen Mitbrüdern gegenüber. Mit dieser Haltung gelang es ihm das Herz und die Seelen seiner Kleriker zu gewinnen. Was die Verantwortung gegenüber den priesterlichen Verpflichtungen betraf, konnte der Prälat sehr fordernd sein. So schrieb er in einem Brief vom 8.06.1941: „Ich bin besorgt um Eure priesterliche Heiligung. Nur jener, der aus der Fülle des geistlichen Lebens schöpft, kann dieses Leben in die Herzen und Seelen seiner Gläubigen einpflanzen. Bitte sorgt dafür, vor allem erfüllt zu sein, mit dem Geist Gottes und der Göttlichen Liebe..."

Besonders förderte er Berufungen zum Priestertum und unterstützte persönlich Studenten in Prag, Paderborn und Graz.

Der selige Petro Verhun beim Lesen eines Buches
Der selige Petro Verhun beim Lesen eines Buches
Während der Zeit der Bombardements, die häufiger wurden, ließ er sich durch nichts von der Arbeit abhalten. Besonders sein letzter pastoraler Brief zeigt das Herz eines Vaters, das erfüllt ist von Liebe für die Seinen. „Erfüllt Eure Herzen mit der Liebe Gottes und findet den Frieden für Eure Seelen. Dann wird das Gewicht des Kreuzes nicht schwer sein, im Gegenteil, Sein Kreuz wird leicht und süß für Euch. Dann werden Eure Seelen erfüllt sein mit der Hoffnung auf eine bessere Zukunft und die Freude der Gegenwart des Schöpfers und Erlösers der Welt erfahren und Eure Lippen Ihn loben mit den Worten des Propheten: Gott ist mit uns." (Brief vom 1. 12. 1944)

Und es kam die Zeit in der unser seliger Petro Verhun mit dem Martyrium seinen Glauben an Christus bezeugen sollte.

Nicht lange nach der feierlichen Liturgie des Palmsonntags am 29. April 1945, nämlich am 2. Mai besetzten Truppen der Roten Armee Berlin. Es gab in der Stadt keinen Geistlichen mehr, um das Grabtuch auszustellen, alle hatten die Stadt verlassen. Rasch begannen die sowjetischen Militärs die noch in Berlin verbliebenen Ukrainer zu suchen, von den viele in den Westen gingen, in die Zone, die von den Alliierten besetzt war.

Nichts konnte den Apostolischen Visitator hindern seinen Sitz nach München zu verlegen, aber er tat es nicht, denn er wollte das Schicksal seiner Gläubigen teilen, damit sie nicht den Kontakt zu ihrem Hirten verlieren. Gleichzeitig bot er allen Geistlichen an, nach München zu gehen, um ihr Leben zu retten. In einem Telefongespräch mit seinem Freund Vojakivskyj sagte er: „Wir sind von drei Seiten umstellt. Entschieden bleibe ich in Berlin. Wir sehen uns in der Ukraine oder in der Ewigkeit."

Als sein Freund Ivan Mirtcuk ihm sagte: „Vater, wählen Sie nicht die Strafe in Berlin zu bleiben, in jedem Fall haben Sie nicht die Möglichkeit frei zu handeln", antwortete ihm der selige Petro: „Solange in Berlin auch nur ein Ukrainer bleibt, bleibe auch ich dort."

Der selige Petro Verhun als Apostolischer Administrator
Der selige Petro Verhun als Apostolischer Administrator
Der selige Petro Verhun hätte fliehen können in eines der Länder der freien Welt, aber sein Sinn für die Erfüllung der Pflicht und das Bewusstsein, dass der Hirte das Schicksal der Herde miterleiden und für sie ihre Stärke und geistlicher Trost sein muss, hielt ihn davon ab.

Das lange und schmerzliche Martyrium des seligen Petro Verhun sollte beginnen mit der Verschleppung und Verurteilung zur Zwangsarbeit im russischen GULag. Nach einer übergenauen Hausdurchsuchung ergriffen ihn die Männer des NKVD in seiner Wohnung, ohne ihm eine Anklage vorzuzeigen, um ihn zum Leiden in die UdSSR zu verschleppen.

Vor einem Militärgericht in Kiev wurde er auf unmenschliche und ungerechte Weise zu acht Jahren der Haft und Zwangsarbeit verurteilt.

Die Sitzungen dieses Gerichts fanden für gewöhnlich in der Nacht statt und während der Verhöre wurden die Angeklagten alleine vorgeführt. Auf der Anklagebank befanden sich auch die Bischöfe Budka, Charnetskyj und Kardinal Josyf Slipyj.

Der selige Petro Verhun sollte jetzt Jahre der Verbannung im GULag erleben: im extremen Norden nahe bei Inta und Vorkuta, zwei Städte die allgemein für die Härte des Klimas und der Lebensbedingungen bekannt sind. Eine kurze Notiz gab es über seinen Zwangsaufenthalt in Vykhorivka im Distrikt von Bratsk, im Gebiet von Irkutsk. Er berichtete seiner Familie, dass er einen Platz gefunden hat und sie ihm zweimal jährlich auf russisch schreiben dürfen.

Im Jahr 1952 wurde er in das Dorf Angharsk gebracht in der Region von Krasjonarsk und er wohnte bei einem Maler namens Johannes Khandon. Aus Angharsk schrieb er an seine Schwester Galya: „Meine Gesundheit ist furchtbar (sehr schlecht). Ich arbeite als Wächter acht Stunden am Tag, wöchentlich im Wechsel bei Tag und bei Nacht. Ich verdiene acht Rubel am Tag" (Brief vom 12.08.1952).

Mit Herr Khandon sprach er über die Geschichte der Kirche und über die Zukunft der Ukraine. Er glaubte fest, dass die ukrainische Kirche wieder aufblühen würde. Herr Khandon sagte immer von ihm: „Dieser ist ein Heiliger". Er erwähnte auch seine hervorragende Erziehung und die seltenen menschlichen Eigenschaften, die er besaß.

Der selige Petro Verhun verstand es aufgrund seiner besonderen Fähigkeiten mit der Bevölkerung des Dorfes eine aktive christliche Gemeinde zu organisieren. Er war stark in seinen Überzeugungen, sehr sorgfältig und nie launisch. Er wurde mehrmals wöchentlich geholt zu Verhören, manchmal sogar täglich. Daneben holte man ihn auch zu nächtlichen Verhören, während denen er erbarmungslos misshandelt wurde. Er wurde so stark geschlagen, dass Herr Khandon ihn übergießen musste mit Wasser, damit er wieder zu sich kam. Um immer einen starken physischen Druck auf den Verbannten auszuüben, wurde die Glühbirne während der Verhöre direkt auf seine Augen gerichtet. All dies schwächte sehr die Gesundheit des seligen Petro Verhun.

Der selige Petro Verhun beim Gebet
Der selige Petro Verhun beim Gebet
Aufgrund der nächtlichen Verhöre, der Kälte, des Hungers, des Mangels an grundlegender medizinischer Versorgung erkrankte er schwerwiegend an inneren Blutungen. Alle diese Leiden verwandelten sich für den Seligen in ein Kreuz, das er bis zum Ende seines Lebens zu tragen hatte. Ohne Klagen und Murren trug er tapfer diese Leiden. Für seine Freunde wurde er ein lebendiges Bild des christlichen Glaubens und für seine Peiniger gab er ein authentisches Zeugnis des Glaubens an Christus.

Der selige Petro Verhun wurde von allen, die das gleiche Schicksal der Verbannung teilten, geliebt. Obwohl die Lebensumstände schrecklich waren, half er seinem Nächsten, inmitten dieser Grausamkeiten, die Kirche Christi in den Seelen der Gläubigen aufzurichten. Weder die Furcht vor einem schrecklichen Tod, nicht die Torturen und auch nicht die Versprechen der Freiheit konnten ihn dazu bewegen auf den katholischen Glauben zu verzichten.

Wegen seiner gesundheitlichen Probleme, infolge von langjähriger Verbannung und Misshandlung, musste er sich 1954 einer Magenoperation unterziehen. Er bestätigte in einem Brief an seine Schwester, dass er sich besser fühlte (Brief von 02.02.1954). Die Krankheiten verließen ihn jedoch nie mehr. Einer seiner Kameraden aus Polen schrieb in einem Brief an P. Bonifatius aus Niederalteich: „Ich war immer überrascht von seiner moralischen Stärke. Ungeachtet der physischen Leiden, die er in seinem schwachen Körper erlitt, sowie die Einsamkeit, die von jeder Richtung aus unerträglich war, erschien er immer vor den anderen als eine Person mit einem sehr freundlichen Geist, offen, nett, ein Mann, der niemals die Traurigkeit kannte. Jedem, der ihn vorübergehen sah, schenkte er sein Lächeln voller Freude und Frieden" (Brief vom 25.02.1957).
In diesen Jahren war es ihm praktisch unmöglich jede beliebige Art der pastoralen Tätigkeit auszuüben. Mühsam und heimlich konnte er beten und vereinzelt die Göttliche Liturgie in seinem kleinen Zimmer feiern, in den letzten zwei Jahren seines Lebens wohl täglich. Der einzige geistliche Trost erwuchs ihm aus dem Gebet, in das er sich häufig und länger dauernd während des Tages vertiefte.

Der selige Petro Verhun während seiner Gefangenschaft
Der selige Petro Verhun während seiner Gefangenschaft
Der selige Petro sehnte sich danach sein Leben als Mönch in einem kontemplativen Konvent zu beschließen. Unter dem Namen Pachomius gehörte er zu den Oblaten des Benediktinerordens in Niederalteich. Kardinal Tisserant schrieb jedoch an Vater Volodymyr, dass Vater Petro Verhun dazu bestimmt wäre nach seiner Rückkehr ein ukrainischer Bischof zu werden.

Erwähnenswert ist auch die Hilfsbereitschaft derer, die mit ihm verbannt waren. In den letzten vier Jahren lebte er von der Mildtätigkeit seiner Gefährten, da er nicht mehr zur Arbeit gehen konnte.

Am 7. Februar 1957 nach langen Jahren des Gefängnisses und der Zwangsarbeit in den Lagern des GULag, getragen unter einem Übermaß des Lebens der Torturen und der Krankheiten, verbreitete sich über der einsamen Landschaft von Sibirien das Licht des seligen Petro Verhun: er starb als ein Märtyrer des christlichen Glaubens und einer der treuesten Söhne der Griechisch-Katholischen Kirche.

Nach seinem Tod bekleideten ihn seine Gefährten in der Verbannung mit den Paramenten, sie begleiteten ihn auf dem letzten Weg und fertigten ihm ein Kreuz aus Birke für sein Grab und eine Gedenktafel. In der Hand hielt er ein Kreuz.

Im Frühjahr erhielt er ein besseres Grab, das eingefasst wurde, damit es nicht verschwand. Der Lichtstrahl der strahlenden Seele des seligen Petro Verhun erleuchtet jeden, der ihn kennen darf. Ein Ukrainer, der im äußersten Norden starb und dem es gelang, alles zu überwinden. In unseren Herzen bleibt die schöne Erinnnerung von Herrn Rester (Brief vom 21.07.1960): „Ich denke, dass unser berühmter Westen viele Verhun braucht, das bedeutet, er braucht das Gebet von vielen Verhun, um auch in einem letzten Moment bei der Bekehrung und der Einheit anzukommen. Sein Leben, seine Leiden und sein Tod sind wahrhaftig als heilig anzusehen".

Der Gründer der Exarchie für die katholischen Ukrainer des byzantinischen Ritus in Deutschland ist ein großer Märtyrer-Prälat. In Vereinigung mit den unendlichen Verdiensten Christi wurde das Martyrium des seligen Petro Verhun zum lebendigen Baustein für die deutsche Exarchie. Er hat über allen Hass und die menschliche Bosheit mit seiner großen Feindesliebe triumphiert und sein Sieg ist hineingenommen in den Ostersieg des auferstandenen Christus. Der selige Märtyrer Petro wacht weiterhin über seine Herde und er ist ein großer Fürbitter für alle Christgläubigen.

Am 27. Juni 2001 erfolgte die Seligsprechung von Prälat Petro Verhun durch Papst Johannes Paul II. während seiner Pastoralreise in die Ukraine zusammen mit anderen Märtyrern.

Das Begräbnis des seligen Petro Verhun in Sibirien
Das Begräbnis des seligen Petro Verhun in Sibirien

Dieser Text wurde entnommen aus:
"Novene zum seligen Märtyrer Petro Verhun"
Verfasserin: Sr. Michaela-Josefa Hutt

Bezugsadresse für diese Novene:

Heilig-Blut-Gemeinschaft vom Erlöser der Welt e.V., Sr. Michaela-Josefa Hutt,
Bühl 1
D-87480 Weitnau



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