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Bildnachweis: Ikone des hl. Nikolaus von Myra, Privatbesitz
Bildnachweis: Ikone des hl. Nikolaus von Myra, Privatbesitz

Heiliger Nikolaus von Myra - Entstehung


In der Internet-Enzyklopädie Wikipedia lesen wir unter dem Stichwort „Nikolaus von Myra“:
Nikolaus von Myra (griech. Nikolaos Myriotes; geboren zwischen 270 und 286 in Patara; gestorben am 6. Dezember 326, 345, 351 oder 365) ist einer der populärsten Heiligen der Ost-und Westkirche. Sein Gedenktag, der 6. Dezember, wird in zahlreichen christlichen Glaubensgemeinschaften als kirchlicher Feiertag begangen.

Nikolaus wirkte in der ersten Hälfte des 4. Jahrhunderts als Bischof von Myra in der kleinasiatischen Region Lykien, damals Teil des Römischen, später des Byzantinischen Reichs. Sein Name bedeutet im Griechischen „Siegreicher des Volkes“.

Altar mit Reliquien des hl. Nikolaus von Bari, Hochgeladen von Orthodox33, Wikimedia Commons
Altar mit Reliquien des hl. Nikolaus von Bari, Hochgeladen von Orthodox33, Wikimedia Commons
Historische Person

Über das Leben des historischen Nikolaus gibt es nur wenig belegte Tatsachen. Myra in Lykien, heute Demre, ist ein kleiner Ort, etwa 100 km südwestlich von Antalya in der heutigen Türkei. Im
4. Jahrhundert war der Ort Bischofssitz. Quellen über Nikolaus’ Leben stammen z.B. von Andreas von Kreta (um 700) und von einem Mönch Johannes aus dem Studitenkloster in Konstantinopel, das im
5. Jahrhundert gegründet wurde. Nach übereinstimmenden Überlieferungen wurde Nikolaus zwischen 270 und 286 in Patara geboren, einer Stadt in Lykien. Er sei mit 19 Jahren von seinem Onkel, ebenfalls mit Namen Nikolaus und Bischof von Myra, zum Priester geweiht worden und sei dann Abt des Klosters Sion in der Nähe von Myra gewesen. Während der Christenverfolgung 310 soll er gefangen genommen und gefoltert worden sein. Als Sohn reicher Eltern soll er sein ererbtes Vermögen unter den Armen verteilt haben (was auch von den besser bezeugten Bischöfen des
4. Jahrhunderts Ambrosius von Mailand und Basilius von Caesarea berichtet wird und dort als historische Tatsache gilt). Im Fall von Nikolaus ranken sich darum verschiedene Legenden.

Reliquien des hl. Nikolaus in Bari unter dem Altar, Foto 2004, Fotograf LooiNL, Wikimedia Commons
Reliquien des hl. Nikolaus in Bari unter dem Altar, Foto 2004, Fotograf LooiNL, Wikimedia Commons
Andreas von Kreta und Johannes vom Studitenkloster berichten, Nikolaus habe am Konzil von Nizäa teilgenommen und dort seinen Widersacher Arius geohrfeigt. Deshalb sei er zuerst verhaftet, gegen Ende des Konzils aber rehabilitiert worden. Nikolaus steht nicht in der Unterzeichner-Liste von Nizäa, die allerdings unvollständig überliefert ist. Andererseits gehört Bischof Theognis von Nizäa, den Nikolaus laut Andreas beim Konzil von der katholischen Sichtweise überzeugt haben soll, zu den historisch belegten Unterzeichnern.

Nach der Evakuierung der Stadt Myra und vor ihrer Eroberung durch seldschukische Truppen 1087 raubten süditalienische Kaufleute die angeblichen Gebeine aus der Grabstätte des Heiligen in der heute noch erhaltenen St.-Nikolaus-Kirche in Demre, indem sie den Sarkophag aufbrachen, und überführten die Reliquien ins heimatliche Bari. Die Gebeine werden in der extra hierfür erbauten Basilika von San Nicola aufgebahrt. Die Stadt feiert jedes Jahr zu Ehren des Heiligen vom 7. bis 9. Mai, dem vermutlichen Tag der Ankunft ihrer Schiffe, ein Fest. Die Straßen und Plätze werden geschmückt. Die Statue des Sankt Nikolaus wird in einer Prozession von der Basilika bis zum Hafen, begleitet von über 400 Personen in historischen Kostümen, getragen. Auf einem Boot umrundet man dann damit die Bucht. Von Bari fordert die türkische Nikolaus-Stiftung die Reliquien des Heiligen der Christenheit bis heute zurück.

Statue des hl. Nikolaus von Bari für die Prozession, Fotograf: Hajotthu, Wikimedia Commons
Statue des hl. Nikolaus von Bari für die Prozession, Fotograf: Hajotthu, Wikimedia Commons
Legenden

Nikolaus’ Wirken hat zu vielfältigen Legendenbildungen beigetragen, die im Laufe der Jahrhunderte dazu führten, dass er als einer der wichtigsten Heiligen angesehen wurde. Die Legenden basieren allerdings nicht nur auf (vorgeblichen) Taten des Bischofs von Myra, sondern auch auf denen eines gleichnamigen Abtes des Klosters Sion bei Myra, der später Bischof in Pinara war und 564 starb.


Stratelatenwunder

Nikolaus lernt drei oströmische Feldherren (griechisch stratelates, „Feldherr“) kennen, die er zu sich nach Myra einlädt. Diese werden Zeugen, wie der Bischof drei unschuldig zum Tod Verurteilte vor der Hinrichtung bewahrt, indem er dem Scharfrichter das Schwert aus der Hand reißt. Zurück in Byzanz werden die drei Feldherren Opfer einer Intrige und selbst zum Tod verurteilt. Im Kerker erbitten sie die Hilfe des heiligen Nikolaus, der daraufhin dem Kaiser und dem Intriganten im Traum erscheint und im Falle der Hinrichtung erhebliche Konsequenzen ankündigt. Zutiefst erschrocken veranlasst der Kaiser die unverzügliche Freilassung der Feldherren.


Mitgiftspende

Ein verarmter Mann beabsichtigt, seine drei Töchter zu Prostituierten zu machen, weil er sie mangels Mitgift nicht standesgemäß verheiraten kann. Nikolaus, noch nicht Bischof und gerade durch ein Erbe mit einem größeren Vermögen ausgestattet, erfährt von der Notlage und wirft in drei aufeinander folgenden Nächten je einen großen Goldklumpen durch das Fenster des Zimmers der drei Jungfrauen. In der dritten Nacht gelingt es dem Vater, ihn zu entdecken, ihn nach seinem Namen zu fragen und ihm dafür zu danken, dass nun die Mitgift für jede der Töchter gesichert ist. Aus dieser Legende entspringt die häufige ikonografische Darstellung mit drei goldenen Kugeln oder Äpfeln.


Stillung des Seesturms

In Seenot geratene Schiffsleute rufen in ihrer gefährlichen Lage den heiligen Nikolaus an. Ihnen erscheint ein mit Wunderkräften ausgestatteter Mann und übernimmt die Navigation, setzt die Segel richtig und bringt sogar den Sturm zum Abflauen. Daraufhin verschwindet der Mann wieder. Als die Seeleute in der Kirche von Myra zum Dank für ihre Rettung beten, erkennen sie den Heiligen und danken ihm.


Kornwunder

Während einer großen Hungersnot erfährt der Bischof von Myra, dass ein Schiff im Hafen vor Anker liegt, das Getreide für den Kaiser in Byzanz geladen hat. Er bittet daher die Seeleute, einen Teil des Kornes auszuladen, um in der Not zu helfen. Diese weisen zuerst die Bitte zurück, da das Korn genau abgewogen beim Kaiser abgeliefert werden müsse. Erst als Nikolaus ihnen verspricht, dass sie für ihr Entgegenkommen keinen Schaden nehmen würden, stimmen die Seeleute zu. Als sie später in der Hauptstadt ankommen, stellen sie verwundert fest, dass sich das Gewicht der Ladung trotz der entnommenen Menge nicht verändert hat. Das in Myra entnommene Korn aber reicht volle zwei Jahre und kann sogar noch zur Aussaat verwendet werden.


Heimführung eines verschleppten Kindes

Ein Mann, der den heiligen Nikolaus um den Segen bitten will, dass ihm endlich ein Kind geboren wird, trifft den Bischof nicht mehr lebend an, sondern kommt gerade noch zur Bestattung des Bischofs. Er nimmt daher ein Stück des Leinens, auf dem Nikolaus liegt, als Reliquie mit. Am
6. Dezember des folgenden Jahres wird dem Ehepaar tatsächlich ein Sohn geboren. Am 7. Geburtstag dieses Kindes jedoch wird es von Arabern nach Babylonien entführt. Wiederum ein Jahr später, wieder genau am 6. Dezember, wird das Kind, das seither als Diener beim Herrscher arbeiten musste, von einem Wirbelwind erfasst und genau vor der Nikolauskirche abgesetzt, in der die Eltern für die Rückkehr des Jungen beten.


Rettung des ertrunkenen Sohnes

Ein Vater pilgert mit seinem Sohn nach Myra, um der Kirche einen wertvollen Kelch zu stiften. Bei genauer Überlegung erscheint ihm der Kelch zu wertvoll, und er lässt einen billigeren Kelch anfertigen. Während der Überfahrt nach Myra bittet der Vater den Sohn, mit dem ersten Kelch etwas Wasser aus dem Meer zu schöpfen. Bei diesem Versuch fällt der Sohn über Bord und verschwindet in den Wellen. Als der Vater schließlich, in Myra angekommen, den zweiten Kelch auf den Altar der Nikolauskirche stellen will, fällt die Gabe immer wieder herunter. Völlig überraschend steht plötzlich der Sohn mit dem ersten Kelch in der Kirche und berichtet, dass der heilige Nikolaus ihn gerettet habe. Daraufhin stiftet der Vater beide Kelche.


Quellenwunder am Grab

Bei der Grablegung des heiligen Nikolaus soll am Kopfende des Sarkophags eine Quelle mit Salböl und am Fußende eine Quelle mit Wasser entsprungen sein.


Verehrung

Nikolaus ist einer der populärsten Heiligen, dessen Festtag, der 6. Dezember, mit vielen Bräuchen verbunden ist. In einigen orthodoxen Landeskirchen wird der 6. Dezember nach dem Julianischen Kalender gefeiert, dies entspricht dem 19. Dezember des Gregorianischen Kalenders.

In der Orthodoxen Kirche ist die Verehrung seit dem 6. Jahrhundert belegt, als Kaiser Justinian um 550 in Konstantinopel eine dem Nikolaus geweihte Kirche errichtete. In der Russisch-Orthodoxen Kirche ist Nikolaus neben Christus und Maria mit Kind die dritte große Ikone auf der Ikonostase der Gotteshäuser gewidmet. Andere orthodoxe Kirchen zeigen dort meist Johannes den Täufer. Auch bei den Serben wird der Nikoljdan – am 19. Dezember – gefeiert und zählt zu den meistverbreiteten Heiligenfesten nach den kirchlichen Hochfesten.

Im frühen 8. Jahrhundert erreichte der Kult Italien, das damals noch eine enge Beziehung zum oströmisch-byzantinischen Reich unterhielt, und erlangte bald große Popularität. In den deutschsprachigen Raum kam der Nikolauskult im 10. Jahrhundert, vermutlich durch Theophanu, die byzantinische Frau Ottos II. vielleicht aber auch im Zusammenhang mit den Italienzügen der damaligen ostfränkisch-deutschen Herrscher. Besonders die Adelsfamilie der Ezzonen (Ezzo hatte Theophanus‘ Tochter Mathilde geheiratet) stiftete zahlreiche Nikolauskirchen, etwa in Brauweiler oder Klotten, und förderte so die Ausbreitung des Nikolauskultes im Rheinland. Durch die Entführung der vermutlichen Gebeine des Heiligen von Myra nach Bari im 11. Jahrhundert, die europaweit wahrgenommen wurde, und mit der Welle der Stadtgründungen durch Kaufleute im 12. und 13. Jahrhundert, die oft um eine genossenschaftliche Nikolaikirche herum erfolgten, erfolgte eine weltweite Verbreitung.


Feiertag

Der Nikolaustag ist in den meisten Ländern kein gesetzlicher Feiertag. Sogar in den Niederlanden sind, trotz aller Popularität von Sinterklaas, der 6. Dezember und dessen Vortag (Sinterklaasavond) ganz normale Werktage. Dennoch gibt es einige Länder, in denen der 6. Dezember ein arbeitsfreier Feiertag ist: So in Spanien, wo die Verfassung am 6. Dezember 1978 ratifiziert wurde (Dia de la Constitucion), oder in Finnland, das sich am 6. Dezember 1917 für unabhängig erklärte. Seitdem begeht es den 6. Dezember als Nationalfeiertag. In Luxemburg haben die Kinder der Vor-und der Grundschule (bis zum zwölften Lebensjahr) schulfrei.


Schutzpatronate

Nikolaus ist u. a. der Schutzpatron von Völkern wie Russen, Kroaten und Serben sowie von Regionen wie Süditalien (Bari) und Lothringen. Die zahlreichen Legenden führten dazu, dass er von vielen weiteren Gruppen als Schutzheiliger auserwählt wurde, von Berufen wie Seefahrer, Binnenschiffer, Kaufmann, Rechtsanwalt, Apotheker und Bäcker, von Getreidehändlern, Dreschern, Pfandleihern, Juristen, Apothekern, Schneidern, Küfern, Fuhrleuten und Salzsiedern. Nikolaus ist der Patron der Schüler und Studenten, Pilger und Reisenden, der Gebärenden, der Alten, Ministranten und Kinder, aber auch von Gefängniswärtern, Gefangenen und er wird von Prostituierten zur Hilfe angerufen. Selbst die Metzger machten den Heiligen - wegen der Scholaren im Pökelfass - zu ihrem Patron. Aus dem Schutzpatronat der Kinder leitet sich das heutige Brauchtum ab.

Wegen seines Patronats der Seefahrer, Binnenschiffer und Händler wurde er von der Deutschen Hanse und vielen darin organisierten Städten als Schutzheiliger gewählt. Der soziale Status und politische Rang der handelnden Berufsgruppen und ihre vorreformatorischen Stiftungen in die Nikolaikirchen sowie die Angliederung ihrer Bruderschaften und caritativen Hospitäler an diese haben dazu geführt, dass diese Kirchen oft zu bürgerlichen Hauptkirchen der Städte wurden und auch in den Ländern der Reformation dann den Heiligentitulus behielten.


Patrozinium

Die erste dem heiligen Nikolaus nördlich der Alpen geweihte Kirche war eine Nikolaikirche in Billerbeck (vor 800). Zur Zeit der aus Konstantinopel stammenden Kaiserin Theophanu wurden Nikolaikirchen in Kempten (973), Halberstadt (974), Meißen (984), Weende (987) und Lipbach (990) errichtet.

Kirchen mit Nikolaus-Patrozinium (Nikolaikirche, St. Nikolai oder St. Nicolai) finden sich bei vielen ursprünglich von Seefahrern gebauten Kirchen in fast allen deutschen, baltischen und russischen Küsten-und Hansestädten, aber auch im Binnenland bei Gotteshäusern, die in ehemaligen Kaufmannsvierteln stehen (z.B. in Leipzig).


Brauchtum

Nikolaus als Geschenkebringer
Sein Namenstag ist vor allem ein Tag der Kinder, da Nikolaus seit Jahrhunderten als Wohltäter der Kinder verehrt wird; das Brauchtum zum Nikolaustag ist regional äußerst unterschiedlich ausgeprägt…

Die Reliquien des heiligen Nikolaus von Myra werden in Italien, in Bari, verehrt. Außerdem bekannt ist Myra als Wallfahrtsort in der Türkei.

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Tel.: 08375/929820
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