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Foto des hl. Leopold Mandic, Internet-Enzyklopädie Kathpedia, Schriftliche Erlaubnis des Verlegers des Mediatrix-Verlages, 8.10.2007, Lizenz: Public Domain
Foto des hl. Leopold Mandic, Internet-Enzyklopädie Kathpedia, Schriftliche Erlaubnis des Verlegers des Mediatrix-Verlages, 8.10.2007, Lizenz: Public Domain

Heiliger Leopold Mandic - Entstehung


In der Internet-Enzyklopädie Kathpedia lesen wir unter dem Stichwort „Leopold Mandic“:

"Der heilige Leopold Mandic OFMCap (sprich: Mahn-ditsch) wurde in Herceg-Novi (ital. Castel-nuovo) in der Bucht von Kotor (ital. Cattaro, bis 1918 Teil des Königreiches Dalmatien in Österreich-Ungarn, heute in Montenegro) am 12. Mai 1866 geboren und starb in Padua (ital. Padova) am 30. Juli 1942. Er ist der zweite kanonisierte kroatische Heilige, und war Priester, Kapuziner und bekannter Beichtvater. Die Einheit der Christen lag ihm besonders am Herzen.

In Kroatien ist er unter dem Namen Leopold Mandic bekannt, in Italien findet man oft auch noch den Zusatz da Castelnuovo.

Bei der Taufe bekam er den Namen Bogdan und nahm beim Eintritt in den Kapuzinerorden den Namen Leopold an. Er war das jüngste von zwölf Kindern. Seine Eltern waren tief gläubig. So ging der Vater mit dem kleinen Bogdan jeden Morgen zur Heiligen Messe und zur Kommunion, was damals recht ungewöhnlich war. Er lernte schon in der Familie von klein auf viel zu beten.

In Herceg-Novi lebten viele Orthodoxe, so dass Bogdan schon sehr früh mit der Trennung der Christen konfrontiert wurde. Beeindruckt von der uneigennützigen Arbeit der Kapuziner in seiner Heimatstadt, die auch von den Orthodoxen geschätzt wurde, dachte Bogdan, dass er sein missionarisches Streben am besten bei ihnen erfüllen könnte. Die Eltern stimmten seiner Berufung zu, obwohl ihnen der Abschied sehr schwer fiel.

Im Alter von 16 Jahren tritt er in das Serafische Seminar in Udine (Norditalien) ein (damals gehörte Dalmatien zum Patriarchat von Venedig). Nach zwei Jahren beginnt er in Bassano das Noviziat der venetischen Kapuzinerprovinz. Am 2. Mai 1884 zieht er den Habit an und bekommt den Namen Leopold. Am 4. Mai 1885 legt er die ersten, einfachen Gelübde ab und wird nach Padua zum Philosophiestudium geschickt. Im Jahr 1888 legt er die feierlichen Gelübde ab und beginnt in Venedig mit dem Theologiestudium und der unmittelbaren Vorbereitung zum Priestertum. Er wird am
20. September 1890 von Kardinal Domenico Agostini zum Priester geweiht.

Nach kurzen Aufenthalten in Zadar (ital. Zara - Kroatien), Kopar (slow. Koper, ital. Capodistria-Slowenien) und Rijeka (ital. Fiume - Kroatien) wird er von seinen Ordensoberen schließlich nach Padua geschickt. Er begriff nun, wie er sein ökumenisches Apostolat ausüben könnte:
„Von nun an und in Zukunft wird jede Seele, die meinen Dienst sucht, mein Osten sein.“
Die Hauptaufgabe Leopolds wurde das Anhören der Beichte. Oft saß er fünfzehn Stunden täglich im Beichtstuhl, wo ihn Menschen aus allen Schichten aufsuchten. Dabei wurden ihm die Herzensschau und die Prophetie zuteil. Außerdem empfing er die Stigmata. Bereits zu Lebzeiten sprach man von ihm wie von einem Heiligen.

Als langjähriger und unermüdlicher Beichtvater wird er all seine Gebete, Opfer und Mühen in diesem einen Anliegen darbringen: „Dass sie alle eins seien!“

Vor seinem Tod hat der hl. Leopold vorausgesagt, dass das Kapuzinerkloster in Padua durch einen Bombeneinschlag zerstört werde, was auch tatsächlich geschah. Sein Beichtstuhl blieb aber wie durch ein Wunder vollkommen heil. Die zahlreichen Pilger, die heute sein Grab in Padua besuchen, kommen auch an diesem Beichtstuhl vorbei und gedenken des Guten, das der hl. Leopold dort gewirkt hat.

Sein Begräbnis fand unter großer Anteilnahme der Bevölkerung statt und war fast ein Abglanz der Herrlichkeit, die Gottes Heiligen im Himmel zuteilwird. Als man 24 Jahre nach seinem Tod seinen Sarg öffnete, fand man seinen Körper unverwest vor.

Papst Paul VI. sprach ihn am 2. Mai 1976 selig. Die feierliche Kanonisation wurde von Papst Johannes Paul II. am 16. Oktober 1983 vorgenommen.
Der Gedenktag des hl. Leopold Mandic wird im kroatischen Kirchenkalender am 12. Mai begangen."

Entnommen aus: www.kathpedia.de – Leopold Mandic
Nutzungsbedingungen Kathpedia


Im Heft „Fatima ruft“ wurde eine interessante, etwas ausführlichere Biographie über den heiligen Leopold Mandic zusammengestellt. Nachfolgend geben wir den Inhalt wieder:


Leopold Mandic – Der Heilige des Beichtstuhls

Der heilige Pater Leopold wurde als Bogdan Mandic am 12. Mai 1866 in Castelnuovo di Cattaro (Kroatien) geboren. Mit 16 Jahren trat er dem Kapuzinorden in Udine (Italien) bei und nahm den Namen Leopold an. 1890 empfing er die Priesterweihe. Sein ganzes Streben galt der Einigung zwischen Katholiken und Orthodoxen. Dafür betete er Tag und Nacht. Bekannt wurde er vor allem durch sein mildes, unermüdliches Wirken im Beichtstuhl: Oft hörte er 15 Stunden täglich die Beichte. Dabei war sein Charisma außergewöhnlich: Er besaß die Gabe der Herzensschau und der Prophetie; Tausenden half er aus schwersten Nöten. Pater Leopold, der wie später Pater Pio die Wundmale Christi trug, starb am 30. Juli 1942 in Padua im Rufe der Heiligkeit. 1976 wurde er von Papst Paul VI. selig-und 1983 von Papst Johannes Paul II. heiliggesprochen. Als man 24 Jahre nach seinem Tod das Grab öffnete, war sein Leichnam völlig unverwest. 1978, im Jahr seiner Wahl zum Papst (Johannes Paul I.), hat Albino Luciani folgenden Artikel über Pater Leopold Mandic geschrieben:

Die ersten sechszehn Jahre seines 76 Jahre langen Lebens verbrachte Leopold Mandic in Castelnuovo (Hercegnovi) in Dalmatien bei seiner Familie. Einer Familie, der es früher einmal besser gegangen war – seine Vorfahren fuhren als Kapitäne für Venedig zur See. Mit sechszehn wurde er Mönch und blieb es sechzig Jahre lang. Sieben davon verbrachte er in Venedig, wo er auch die Priesterweihe empfing. Dann 52 Jahre im Priesteramt…33 davon in Padua. Als er nach Fiume (Rijeka) versetzt wurde, hat sich der Bischof von Padua für seine baldige Rückkehr eingesetzt. Die Padovaner wollten ihn unbedingt behalten. 33 Jahre – und wo? Seht es euch an! Er saß dort in dem winzigen Beichtkämmerchen, ein Eispalast im Winter, ein Backofen im Sommer. Dort ist er heilig geworden. Dort blieb er unermüdlich, zehn, zwölf, manchmal bis zu achtzehn Stunden am Tag, um die Büßer zu empfangen. Ihr wisst, man kann nicht zur Heiligkeit gelangen, wenn man nicht in bestimmten Dingen Jesus Christus nacheifert. Pater Leopold hat Jesus Christus nachgeeifert.


Kampf gegen die Sünde

Wie Christus bekämpfte er die Sünde, setzte sich mit dem Sünder auseinander. Jemand hat einmal zu ihm gesagt: „Pater Leopold, Ihnen, der Sie seit so vielen Jahren Beichte hören und mittlerweile alle Schattierungen des Bösen kennen, auf Sie macht doch die Sünde keinen Eindruck mehr.“ – „Was sagen Sie da, mein Herr? Wenn ich daran denke, dass die Menschen für lauter Dummheiten, für Lappalien ihre ewige Seligkeit aufs Spiel setzen, dann fange ich an zu zittern und kann mich nur noch darüber wundern.“ Er litt an der Sünde. Ein anderes Mal sagte ein verheirateter Mann zu ihm: „Pater, die Ärzte sagen mir, dass meine Frau in sehr großer Gefahr ist, wenn sie die Schwangerschaft austrägt. Sie empfehlen uns eine Abtreibung.“ – „Nein, um Gottes willen! Gott ist der Herr, und er will das nicht. Verlieren Sie nicht den Glauben, der Herr wird Ihnen helfen, glauben Sie!“ Wieder ein anderes Mal kam ein Mann zu ihm, der sagte: „Ich bin nicht gekommen, um zu beichten, ich möchte Ihnen nur von den Qualen berichten, die mich bedrücken. Wissen Sie, es war so: Ich habe einen Priester daran gehindert, zu einem sterbenden Freund zu kommen, und er ist ohne Sakramente gestorben.“ – „Was haben Sie getan, mein Sohn! Sie haben nicht an das Ewige Leben gedacht. Was haben Sie nur getan!“ – und er begann zu weinen. Tränen kollerten über seinen weißen Bart. Bei diesem Anblick war der Mann so gerührt, dass auch er weinte. Und dann legte er die Beichte ab.


Erbarmen mit den Sündern

Wie Jesus verabscheute Pater Leopold die Sünde, genau das Gegenteil aber empfand er für die Sünder. „Bei ihm, bei Pater Leopold, war es fast schon eine Sünde, keine Sünde zu haben“, hat jemand über ihn geschrieben. Wie einen Bruder, wie einen Freund empfing er den Sünder, und deshalb war es nicht schwer, bei ihm zu beichten. Einmal kam ein Mann zu ihm, der zwanzig Jahre nicht mehr zur Beichte gegangen war. Nachdem er seine Sünden aufgezählt hatte, stand Pater Leopold auf, nahm seine Hände und bedankte sich: „Danke, danke, dass Sie zu mir gekommen sind, dass ausgerechnet ich es sein durfte, der Ihre Reue nach so vielen Jahren erleben konnte.“ Er war es, der sich bedankte! So ermutigte er die Leute, und sie gingen gerne zu ihm. Er war wirklich ein Spiegel der Güte Gottes.
Wisst ihr, wir alle sind Sünder, und das wusste auch er sehr gut. Diese unsere traurige Realität muss man zur Kenntnis nehmen: Niemand kann auf die Dauer Fehler vermeiden, seien es große oder kleine. „Wenn Du einen Esel hast“, sagt der heilige Franz von Sales, „und mit ihm unterwegs bist und er stolpert über ein schadhaftes Straßenpflaster, was sollst Du dann tun? Du gehst ja wohl nicht mit dem Knüppel zu ihm und schlägst ihm die Rippen ein. Der Ärmste ist schon gestraft genug. Du musst ihn vielmehr am Halfter nehmen und sagen: „Komm, steh auf, lass uns die Straße weiterziehen. In Zukunft werden wir eben besser aufpassen. Hilf ihm, auf den richtigen Weg zurückzukehren, wenn er gefallen ist.“ Das ist das System von Pater Leopold, und an diesem System hat er unbeirrt festgehalten. Ein Priester, ein Freund von mir, der zum Beichten zu ihm ging, hat gesagt: „Pater, Sie sind zu großherzig. Ich beichte gerne bei Ihnen, aber ich glaube, Sie sind zu gutmütig.“ Pater Leopold darauf: „Wer ist großherzig, mein Sohn? Gott ist großherzig. Nicht ich bin für die Sünder gestorben, der Herr hat es getan, er ist für die Sünder gestorben. Wie kann man großherziger sein, als er es mit den Straßenräubern und all den anderen war?“


In der Gnade Gottes

Der heilige Alfons hat geschrieben: „Jemand, der nicht zuerst Gott vor den Menschen bekennt, kann nicht gut den Menschen vor Gott die Beichte abnehmen.“ Sehr richtig: Wenn jemand in seinem Inneren leer ist, wenn er den Herrn nicht von ganzem Herzen aufrichtig liebt, dann kann er sich zwar in den Beichtstuhl setzen, aber was hat er zu geben? Nur die Absolution. Um mehr geben zu können, ist es unumgänglich, dass er in der Freundschaft des Herrn lebt und sie besitzt. Pater Leopold ist insofern ein Heiliger für andere Menschen gewesen, weil er zuerst ein Geheiligter war, einer, der sich hat heiligen lassen. „Gott ist der Herr“, sagte er immer, „der segensreiche Herr“. Er fühlte sich wirklich ganz klein vor Gott, aber er wusste auch, dass er nur dann etwas galt, wenn er durch das Gebet mit ihm verbunden war.
In seiner Lebensbeschreibung habe ich gelesen, dass er sich dazu gezwungen hat, nur vier Stunden am Tag zu schlafen. Das bedeutet ein wahrhaft heldenhaftes Opfer. Und wie er es dargebracht hat! Wie viele Gebete, wie viele Besuche beim Allerheiligsten Sakrament! Er sprach wirklich mit Gott. Er sprach wenig mit den Menschen, umso mehr aber mit dem Herrn. Er spürte, dass er allein war, aber er wusste sich von Gott geliebt. Wir alle müssten das auch fühlen. Pater Leopold hat die liebende Gnade und Güte Gottes vollständig verinnerlicht.


Für die Brüder im Osten

Als er noch in Jugoslawien war, hatte er von Kindheit an die Katholiken auf der einen und die Orthodoxen auf der anderen Seite gesehen – mit all ihren Unstimmigkeiten in der Lehre und im täglichen Leben. Schon damals als junger Mensch hat er sich gesagt: „Mein ganzes Leben lang will ich für die Einheit von Katholiken und Orthodoxen arbeiten.“ Um Missionar werden zu können, hat er verschiedene slawische Sprachen gelernt. In Venedig hat er, ebenfalls im Hinblick auf den Osten, seinen Mitbrüdern die kroatische Sprache beigebracht. Er wollte unbedingt in die Mission gehen; er bat inständig darum. Doch es wurde ihm nie gestattet, nie. Dann gab er auf und gehorchte. „Jeder Mensch“, schrieb er, „jede Seele, die meiner Arbeit bedarf, wird mein kleiner Orient, mein Missionsland sein.“ Beinahe wäre er ein kleiner heiliger Antonius geworden. Der ist nämlich von Portugal aus nach Afrika aufgebrochen – auch auf die Gefahr hin, dort den Märtyrertod zu sterben. Aber es wurde nichts daraus: Ein Sturm verschlug ihn an die Küste Siziliens, er musste nach Italien gehen und landete schließlich in Padua. So auch Pater Leopold: Er wollte in den Osten gehen, stattdessen landete auch er in Padua. Sein Orient ist der kleine Beichtstuhl geworden.


Liebe zur Madonna und zum Papst

Neben dem Herrn liebte er vor allem die Madonna, die „gepriesene Herrin“, und nachdrücklich empfahl er ihre Verehrung. Die letzten Worte des Sterbenden waren: „O gütige, o milde, o süße Jungfrau Maria!“ Und er liebte die Kirche. Wer die Kirche nicht liebt, kann Gott nicht lieben. Der Papst schrieb: „Jesus Christus ist das Haupt, wir sind der Leib. Das kann man nicht voneinander trennen.“ Man kann nicht das Haupt für sich nehmen und sagen: „Ich will den Kopf, aber nicht den Leib.“ Der ganze Jesus Christus ist die Kirche. Welche Hochachtung brachte Pater Leopold der Kirche entgegen, seinem Orden mit seiner Regel, seinen Gelübden; immer war er treu, auch in den schwierigsten Situationen, auch treu zu seinem Ordenskleid. Einem Priester aus Padua, einem Universitätsprofessor, hat er einmal gesagt: „Allein das würdevolle Tragen des priesterlichen Gewandes ist schon ein Apostolat…“ Und welch hohen Respekt brachte Pater Leopold vor allem dem Papst entgegen. „Petrus hat gesprochen“, sagte er einmal, „das reicht, basta!“
(entnommen aus Fatima ruft, 180, Fatima-Aktion e.V., Hauptstr. 22, 88353 Kisslegg-Immenried)

Das große Gebets-und Lebensanliegen des heiligen Leopold Mandic war die Einheit mit den orientalischen Kirchen. Er betete für die Erfüllung der Verheißung: „Es wird ein Schafstall und eine Herde sein.“
Mit einem Gelübde bot er sich Gott an für die Einheit der Kirchen, besonders mit den Ostkirchen. Er schrieb: „Der selbe Herr Jesus, der Sühnopfer für die Sünden der ganzen Welt wurde, ist auch das Sühnopfer für die orientalischen Völker. Demgemäß will ich und steht es für mich fest, dass der Zweck meines Lebens, besser gesagt, „der Sinn meines ganzen Daseins“ darin besteht, dieser göttlichen Liebe Christi, unseres Herrn, zu dienen.“

Das große Opfer des heiligen Leopold Mandic bestand darin, dass er nicht in die Missionen gehen konnte und seinen Wunsch zur Zusammenarbeit für die Einheit vor Ort verwirklichen konnte, sondern zu einem großen Apostel des Beichtstuhls wurde. Er opferte seinen Herzenswunsch und erfüllte ihn auf eine größere und höhere Weise, indem er gänzlich seinen Willen verleugnete. Dieses Opfer trug reiche Früchte.

Gebetserhörungen, die Gott auf die Fürbitte des heiligen Kapuziners Leopold Mandic, des Heiligen der Versöhnung und der Einheit wirkte. Entnommen aus dem Buch „Pater Pietro Bernardi, Leopold Mandic, Kapuziner, Padua 1984:

Curitiba (Brasilien), 12. Oktober 1979
„Ich bin extra von Vancouver (Canada) an das Grab des seligen Leopold gekommen, um ihm für eine große Gnade zu danken. Für mich bleibt sie ein wirkliches Wunder. Während der Arbeit fiel ich unglücklicherweise vom Baugerüst. Dabei wurde meine Wirbelsäule an zwei Stellen auf schlimme Art gebrochen. Im Spital betrachteten mich die Ärzte als eine vollständige Ruine. Auch wenn ich überlebe, würde ich immer zum Rollstuhl verurteilt sein, da ich unmöglich gehen könne. Zudem bildete sich zwischen den Wirbeln meines so schwer hergenommenen Rückens ein Tumor. Man wollte eine Operation versuchen, aber deren Erfolg nicht garantieren. Meine Gattin war gegen diesen chirurgischen Eingriff. Sie fuhr fort, zum seligen Leopold zu beten, und blieb überzeugt, dass der liebe Pater mich ohne Operation heilen würde. Gegen jede menschliche Voraussicht und zum größten Erstaunen der Ärzte begann ich mich zu erholen und wurde vollständig geheilt. Da ich wieder vollkommen gesund bin, wollte ich die lange Reise unternehmen, um dem lieben seligen Pater Leopold zu danken, der mich so wunderbar gerettet hat.“
Egidio Vezzano

Rajashahi (Bangladesch), Juli 1981
„Seit einigen Jahren litt ich an starken Schmerzen und heftigen Krämpfen an einem Bein. Man behandelte mein Leiden als rheumatische Arthritis. Während zwei Monaten konnte ich nur auf den Fußspitzen gehen, da es unmöglich war, die Ferse auf den Boden zu setzen. Am 15. Dezember 1981 erhielt ich einen Brief von meinen Oberen. Unter anderem schrieben sie, ich würde nach Unterägypten, in die Nähe von Alexandrien, versetzt werden. Bei meinem Zustand machte mir die lange Reise Angst, aber im Vertrauen auf den Herrn wollte ich tun, was mir befohlen wurde. Während ich mich etwas ausruhte und erwartete, dass die Schmerzen nachlassen würden, nahm ich die Zeitschrift über den seligen Leopold zur Hand. Ich las all die Danksagungen seiner Verehrer, hatte aber nicht den Mut, die Gnade zu erbitten. Indem ich die Zeitschrift schloss, dachte ich nur: „Nun, wenn Pater Leopold glaubt, es sei nötig, dass ich gesund werde…“Mit der gewohnten Vorsicht stand ich auf und fühlte das Bein erleichtert. Über diese plötzliche Änderung gab ich mir keine Rechenschaft. Ich kehrte in die Gemeinschaft zurück und sagte nichts. Später versuchte ich die Treppe hinaufzusteigen. Das Bein war leicht und biegsam, auch konnte ich den Fuß ohne Schmerzen auf den Boden setzen. Am Abend im Bett war es mir, wie wenn eine frische Hand mein Bein vom Knie abwärts streichelte. Ich schrie laut auf, da ich glaubte, es sei eine Schlange. Bei uns kommt das vor. Sofort sprang ich aus dem Bett, nahm es auseinander und hob die Matratze, aber ich fand nichts. In diesem Augenblick war mein Bein geheilt. In den folgenden Tagen fühlte ich keine Schmerzen mehr, obwohl ich auf den Füßen stand und viel umherging; ich war flink wie früher. Dem Pater Leopold, der nur durch einen Gedanken an ihn mir eine so große Gnade erwiesen hat, danke ich sehr.“
Sr. M. Arsenia Coloru

Padua, im Februar 1983
„Vor meiner Rückkehr nach Angola, wo ich Missionar bin, besuchte ich das Grabmal P. Leopolds in Padua. Ich betete vertrauensvoll zum lieben Pater, damit er mich in Gefahren behüte und, wenn notwendig, mir sofort helfe. Es war, als ob ich im Voraus gewusst hätte, was mir passieren sollte. Ich machte in Luanda, Hauptstadt von Angola, Aufenthalt, um am 16. Oktober der Bischofsweihe eines unserer Patres beizuwohnen. Es war gerade am Tage der Heiligsprechung P. Leopolds. Ich betete zu ihm mit festem Glauben. Am folgenden Tag fuhr ich mit einem Kleinomnibus mit anderen acht Personen ab, um mich in meine Mission zu begeben. Nach acht Stunden barst plötzlich das rechte Vorderrad. Der Wagen begann zu schleudern und kippte dann in eine tiefe Querrinne um. Ich wurde aus dem Wagen auf den Boden geschleudert. Ich wollte aufstehen und weglaufen, aber der Wagen kippte nochmals um und fiel über mich. Ich fühlte mich zerquetschen. Mir war es, als ob meine Brust unter dem Gewicht bersten sollte. Ein Pater, der sich mit großer Mühe aus dem Wagen gezogen hatte, spendete mir die Lossprechung. In diesem Zustand rief ich verzweifelt Pater Leopold an. Es war Abend und die Straße war völlig leer. Es gab keine Hoffnung, dass vorbeigehende Leute uns helfen konnten. Mir fehlte der Atem, und ich fühlte, dass ich am Sterben war, jedoch war ich ganz bei Bewusstsein und fuhr fort, P. Leopold anzurufen. Wie lange blieb ich noch in dieser verzweifelten Lage? Das werde ich nie erfahren, denn wir waren alle bestürzt. Ich fühlte aber in meinem Innern eine geheimnisvolle Kraft, die mir half auszuharren. Endlich kam aus einer Seitenstraße ein großer Lastwagen mit zehn starken Arbeitern  an Bord. Mit größter Anstrengung hebten sie das Fahrzeug an, und ich konnte aufstehen. Wer hatte mich gerettet? Ich fiel auf die Knie und sagte: „Pater Leopold! Du hast mich gerettet! Danke!“ Der liebe Heilige hatte mein Gebet an seinem Grabe vor meiner Abreise von Padua erhört.“
P. Ortensio Rossetto, Missionar

Bungo (Angola), 28. Oktober 1983
„Von heftigen Schmerzen am rechten Bein befallen, fühlte ich mich in großer Angst, da ich alleinstehend bin, und selber für den ganzen Haushalt Sorge tragen musste. Ich konnte mich kaum bewegen. Ich versuchte mehrere Kuren, die mir jedoch nicht halfen. Seit langem verehrte ich Pater Leopold und begann mit festem Glauben zu ihm zu beten, besonders nach seiner Heiligsprechung. Eines Nachts, als ich vor Schmerzen nicht schlafen konnte, betete ich seine Novene und legte dann die Reliquie auf das schmerzende Bein. Oh, Wunder! Plötzlich verschwand jeder Schmerz, und von da an hatte ich keinerlei Beschwerden mehr.“
Luigia Fortesan

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